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im Innern der Stadt....1986 Am 19. Juni wird im Wiesbadener Rathaus von allen demokratischen Parteien (CDU,SPD und Grünen) außer der FDP der Beschluss gefasst, allen Wiesbadener Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ein zentrales Mahnmal zu setzen. 1994 legt die international renommierte amerikanische Künstlerin Jenny Holzer anlässlich eines Gestaltungswettbewerbs der Stadt Wiesbaden einen vielbeachteten, künstlerisch durchformulierten Mahnmals-Entwurf vor. 1999 bekräftigen alle demokratischen Parteien ihren Willen, sowohl ein zentrales künstlerisches Mahnmal zu errichten, als auch an authentischen Orten in der Stadt die Geschichte der NS-Schreckens-herrschaft konkret zu dokumentieren. 2000 beschließt das Stadtparlament mit den Stimmen aller demokra-tischen Parteien, Jenny Holzer mit einer baureifen Architektenplanung und den Magistrat mit der Bauvorbereitung für das Mahnmal zu beauftragen. 2001 kauft die Stadt Wiesbaden Jenny Holzers Wiesbaden Memorial an. 2005 Am 16. Juni votiert die Mehrheit des Wiesbadener Stadtparlaments (CDU,FDP und REPs) dagegen, die umgehende Realisierung des Mahnmals nunmehr endlich in die Tat umzusetzen und stattdessen für den Satz: Die Arbeiten an dem zentralen Gedenkort werden eingestellt.
Nach Jenny Holzers detailliertem und baufertigem Entwurf dringen mit einer Lichtsäule Geräusche, Klänge, Stimmen aus dem Wiesbadener Boden: Tondokumente, Zeugnisse und Berichte der Zeit der Schreckensherr-schaft, vernehmbar nur denen, die hinhören wollen und sich direkt über den in eine sorgsam gestaltete Gartenanlage eingefügten Klang- und Lichtschacht begeben. Sie sollen das Erinnern nicht einer bestimmten Gruppe von Opfern, sondern aller Wiesbadener Opfer der nationalsozia-listischen Gewalt wachrufen und wach halten. Ein Erinnern, das durch die Dimension des Hörens um ein Vielfaches lebendiger und eindringlicher wird als durch ein Mahnmal, das nur dem Auge wahrnehmbar ist. Das Hören erschließt wesentlich tiefgreifendere und unmittelbarere Ebenen des Verständnisses und der Verständigung. Damit gibt es besonders jüngeren Generationen die unschätzbare Gelegenheit, sich von diesem Teil der Wiesbadener Geschichte berühren zu lassen und ihn als Teil der eigenen Geschichte anzuerkennen. Die künstlerische Gesamtkonzeption des Mahnmals von Jenny Holzer vermag seine Besucher zur Besinnung zu führen und kann so vielleicht den Boden bereiten, auf dem das historische Wissen um die Ereignisse und Folgen der NS-Herrschaft erst fruchtbar werden kann.
Deswegen befürworten wir weiterhin den Bau des Mahnmals nach den Plänen von Jenny Holzer am vorgesehenen Ort.
im Innern der Stadt.... wollen wir die Debatte um den Bau des Mahnmals anregen und lebendig halten ...mit der Herausgabe einer Dokumentation, die die Geschichte des Wiesbadener Mahnmals von 1986 bis heute nachzeichnet. Sie soll in Buchform erscheinen und privat finanziert werden. Sie enthält die städtischen Beschlüsse, den Entwurf von Jenny Holzer sowie Voten der Stadtverordneten. ...mit der Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit uns für den Bau des Holzer-Mahnmals einsetzen wollen, zu einer öffentlichen Befürwortung auf dem ehemaligen Rosengarten neben der Marktkirche, dem Ort, der für den Bau des Mahnmals vorgesehen war und der zur Zeit als Baulager für den Umbau des hessischen Landtags dient. ...mit einem Werkstatt-Gespräch, zu dem wir Jenny Holzer nach Wiesbaden einladen wollen.
im Innern der Stadt.... ist eine Initiative von Margarethe Goldmann und Dirk Marwedel.
Sie wird bisher unterstützt vonProf. Dr. h.c. Clemens Klockner und der FH Wiesbaden; Prof. Dr. Martin Stöhr und der Martin-Niemöller-Stiftung; Dr. Hans-Christian Bremme; Andreas Petzold; Heinz Rosenberg; Achim Exner; Dr. Volker Rattemeyer; Dr. Bernd Kummer; Elke Gruhn; Dr.Dipl.Designer Albert Ernst; Stadtverordneter Helmut Nehrbass (SPD); Vorsitzender des Vorstands von EVIM Pfarrer Wilfried Pfeifer; die Fraktion der Linken Liste: Hartmut Bohrer, Mechthild Coigné, Jürgen Becker; Klaus Wagner und Rita Struckmann-Wagner; Pfarrer Klaus Endter; Prof. Dr. Monika Simmel-Joachim, FH Wiebaden; Dr. Dipl.Biologin Cornelia Rammelsberg; Stadtverordneter Hubert Müller (Bündnis 90/Die Grünen); Stadtverordneter Kai-Christopher Burghard (SPD); Gesine Werner; Ute Thiel; Marlies und Helmut R. Lang; Dr. Doris Kösterke. Brigitte Strubel-Mattes, Walter Barth, Projekt Soziale Stadt-Stadtteilbüro Bauhof; Rüdiger Steiner, freier Künstler; Lilo Michel-Käbisch; Susanne Schwarz, Impuls-Theater; Martin Plass, Schauspieler, Alexandra Deutsch, Künstlerin; Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Wiesbaden; Lilo Michel-Käbisch und Werner Michel(Lehrer/in); Burkhard Mohr, Komponist; Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden (AKU);
Wiesbaden, im Mai 2006
Wenn Sie unsere Initiative unterstützen oder zur Diskussion um das Mahnmal beitragen wollen, schicken Sie eine email an info@martin-niemoeller-stiftung.de Unterschreiben Sie diesen Aufruf per email und spenden Sie, damit die Dokumentation finanziert werden kann, auf das Konto der Martin-Niemöller-Stiftung e.V., Kto.-Nr. 4151-604, Postbank Frankfurt/Main, BLZ 500 100 60 unter dem Stichwort: Dokumentation Mahnmal.
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