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Weitere ausführlichere Infos unter: http://www.freiheit-fuer-serif.tk/
Für alle, die keine Zeit, Lust oder Kraft haben, gegebenenfalls an den Flughafen zu fahren, gibt es die Möglichkeit, sich über Fax, Mail, Telefonate an die entsprechende Fluggesellschaft zu wenden. Den am Freitag morgen gesendeten Text dokumentieren wir im Folgenden: Wir wissen noch nicht ob wir es wieder mit der gleichen Gesellschaft zu tun haben werden, und Flugnummer ist auch nicht bekannt, werden wir aber wenn bei bekannt werden hier veröffentlichen. Nichtsdestotrotz ist eine Kontaktaufnahme mit dieser Gesellschaft richtig und wichtig. Die für letzten Freitag geplante Abschiebung von Serif sollte schließlich mit einer ihrer Maschinen geschen.Das unten angefügte Protestfax muß allerdings auf die aktuelle Situation angepasst werden: Wir befürchten die baldige Abschiebung Serifs, wir vermuten, dass sich ihre Linie an der Abschiebung beteiligen könnte... Wichtig ist es, freundlich aber bestimmt klar zu machen, dass mensch sicher nicht mehr mit dieser Fluglinie fliegen wird, bzw. dafür sorgt dass auch Freunde und Bekannte denselben Entschluss fällen wenn sie die Abschiebung durchführt. Ihr Engagement im Abschiebgeschäft wird so zu Umsatzeinbußen führen. Auch ist der Hinweis auf die Pilotenvereinigung Cockpit sinnvoll, die Piloten rät keine Passagiere, die mit Gewalt/ körperlichem Zwang abgeschoben werden an Bord zu nehmen. Einige haben am Freitag gute Erfahrungen mit Telefonaten mit der Airline gemacht. Es gibt also durchaus die Möglichkeit sich von zu Hause oder vom Arbeitsplatz zu beteiligen. ANLAGE:
An die Geschäftsführung der MALEV Hungarian Airlines
Bitte weiterleiten an zuständige Stellen!
Abschiebung von Serif Akbulut mit Flug MA 523 / MA 204 Frankfurt > Budapest > Istanbul
Sehr geehrte Damen u. Herren, nach unseren Informationen wird Ihre Gesellschaft heute Abend 20.20 Uhr einen unfreiwilligen Passagier mit dem Flug MA 523 von Frankfurt nach Budapest, von dort weiter mit MA 204 nach Istanbul transportieren. Der Passagier Serif Akbulut ist türkischer Staatsbürger kurdischer Volkszugehörigkeit; er wird keineswegs freiwillig fliegen und soll deshalb nach Auskunft der deutschen Behörden zwangsweise mit Polizeibegleitung, evt. gefesselt, in sein Herkunftsland geschickt werden. Wir möchten Sie auffordern, diesen Passagier nicht zu transportieren! In der Türkei hat Herr Akbulut als Kurde keine Zukunftsperspektive, zudem würde er mit großer Wahrscheinlichkeit sofort zum Militärdienst eingezogen. In Deutschland bleiben seine kranken Eltern zurück, die dringend seiner Betreuung bedürfen! Eine Abschiebung von Herrn Akbulut halten wir für eine gravierende Menschenrechtsverletzung. Wir haben in den letzten 2 Wochen eine intensive öffentliche Kampagne für ein Bleiberecht der Familie Akbulut und gegen die Abschiebung des Herrn Serif Akbulut geführt, die u.a. auf den folgenden Webseiten: http://www.freiheit-fuer-serif.tk/ http://germany.indymedia.org/2006/07/151849.shtml http://germany.indymedia.org/2006/07/151962.shtml http://archiv.jugendnetz-wetzlar.de/jnwdown/130706/frankfurt/webfilme/videos.htm und vielen weiteren Seiten. Vom Umfang der Kampagne können Sie sich überzeugen, indem Sie einmal bei Google die Worte "Serif Akbulut" eingeben. Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass andere Fluggesellschaften wie z.B. die Deutsche Lufthansa mittlerweile darauf verzichten, bei mit Polizeigewalt duchgeführten Abschiebungen mitzuwirken. Und mehrere Pilotenorganisationen wie z.B. die deutsche "Cockpit" haben ihren Mitgliedern empfohlen, bei gewaltsamen Abschiebungen nicht mehr mitzutun. Um das zu erreichen, hatte das Netzwerk "kein mensch ist illegal" im Jahr 2000 die Initiative "deportation class stop!" mit dem oeben erwähnten Erfolg durchgeführt. Siehe auch: http://www.deportation-class.com/lh/
Um zu verhindern, dass Ihre Gesellschaft Ziel einer solchen Kampagne wird, bitten wir davon Abstand zu nehmen, die heute Abend geplante Abschiebung mit Ihrer Hilfe durchführen zu lassen!
Wir danken für Ihr Verständnis!
Mit freundlichen Grüßen
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