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++ 25 | 4188 Zeichen | Artikel vom: 01. 08. 2006   Druckversion

BUND ruft zu Protestmails an Landesregierung auf

"Landesregierung soll ihren Gesetzesvorschlag zurückziehen!"

Die hessische Landesregierung betreibt für alle Wirtschaftprojekte den brutalstmöglichen Ausbau. Unser Bedürfnis nach einer lebenswerten Umwelt gilt ihr dabei als Standortnachteil.

Die hessische Landesregierung betreibt für alle Wirtschaftprojekte den brutalstmöglichen Ausbau. Unser Bedürfnis nach einer lebenswerten Umwelt gilt ihr dabei als Standortnachteil.

"Die hessische Landesregierung unter Roland Koch (CDU) bereitet mit der Änderung des Naturschutzgesetzes einen Frontalangriff auf die Natur vor. Gegen diesen Verlust an Lebensqualität und das so provozierte Artensterben können Sie sich ab sofort per E-Mail wehren."



"Sehr geehrte Damen und Herren,
  liebe Freundinnen und Freunde,
 
die hessische Landesregierung unter Roland Koch (CDU) bereitet mit der Änderung des Naturschutzgesetzes einen Frontalangriff auf die Natur vor. Gegen diesen Verlust an Lebensqualität und das so provozierte Artensterben können Sie sich ab sofort per E-Mail wehren.
 
Einfach www.fuer-ein-gutes-naturschutzgesetz.de aufrufen und dann die vorbereitete Protestmail an den hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) schicken.
 
Da der BUND Hessen kein Geld für aufwändige Aufklärungskampagnen hat, hängt der Erfolg dieser Initiative maßgeblich von ihrem Engagement ab. Nur wenn diese Mail weite Verbreitung findet, werden massenhaft Proteste beim Umweltminister eingehen. Und erfahrungsgemäß setzt nur bei massenhaftem Protest in der Politik ein Nachdenken ein.
 
Bitte leiten Sie diese Mail deshalb an möglichst viele Freunde und Bekannte weiter.
 
Unsere speziell gestaltete Homepage www.fuer-ein-gutes-naturschutzgesetz.de bietet für Laien und Fachleute natürlich auch viele Informationen und Argumente.
 
Beispielhaft wollen wir schon hier einige besonders gravierende Punkte aus dem Gesetzesvorhaben herausgreifen, das in aller Eile noch in diesem Herbst verabschiedet werden soll.
 
  • Aufhebung der Groß-Landschaftsschutzgebiete: Die Landschaftsschutzgebiete in den Mittelgebirgen sollen verschwinden. Künftig ist die Landschaft im Taunus, Vogelsberg, Habichtswald, Odenwald, Spessart, Burgwald, usw. nicht mehr geschützt.
  • Keine Pflege in Hessens Naturschutzgebieten: Hessens Naturschutzgebiete sollen künftig nicht mehr gepflegt werden müssen. Damit ist ein Artensterben vorprogrammiert. Denn alle Fachleute wissen, dass die Masse der Arten in der heutigen, intensiv genutzten Kulturlandschaft nur noch in besonders gepflegten Schutzgebieten überleben kann. Hört dort die Pflege auf, haben seltene Orchideen, Vögel, Frösche und viele andere Arten keine Überlebenschance mehr.
  • Streuobstwiesen ohne Schutz: Streuobst ist die Mutter des hessischen Nationalgetränkes Apfelwein, doch nun sollen die Streuobstflächen ihren gesetzlichen Schutz verlieren. Damit ist dieser wertvolle Lebensraum dem Untergang geweiht.
  • Keine Verfolgung von Rechtsbrüchen mehr: Mit der Hessen-CDU verbindet man den Ruf nach Recht und Ordnung. Doch im Naturschutz sollen die Uhren bald anders ticken. Verstöße gegen das Naturschutzrecht werden künftig nur noch verfolgt, wenn dies "im Ermessen" der Naturschutzbehörde sinnvoll ist.
 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Norgall

BUND Hessen

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