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++ 5 | 2348 Zeichen | Artikel vom: 05. 09. 2006   Druckversion

5.9.2006 11:30 Uhr

Serif Akbulut wurde heute abgeschoben

Weitere Informationen werden in den folgenden Tagen folgen...

Weitere Informationen werden in den folgenden Tagen folgen...

Serif wurde heute in einem eigens für ihn gecharterten Privat-Jet in die Türkei abgeschoben. Auftraggeber der Abschiebung war die Zentrale Ausländerbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Morgen werden, mit Mitteilung an die Medien, über 600 bisher gesammelte Solidaritätskarten mit der Forderung Bleiberecht für Serif und für einen sofortigen Abschiebestopp dem Innenministerium übergeben. Gefordert wird die Möglichkeit für Serif wieder in die BRD einzureisen.



Diese Abschiebung ist ein Skandal! Das Vorgehen der hessischen Behörden hat den Anschein als versuchten sie, an Serif ein Exempel zu statuieren: Serif´s Fall hat exemplarische Bedeutung, viele längjährig geduldete Flüchtlinge sind ebenso von Abschiebung bedroht. Der Fall von Serif Akbulut hat jedoch größere Bekanntheit erreicht. Die Abschiebebehörden agierten scheinbar gänzlich unbeeindrucht von den sehr breit getragenen  Protesten. .

Obwohl Serif über seine Anwälte angeboten hatte, einer Abschiebung in einer Linienmaschine keinen Widerstand entgegenzusetzen, wurde ein Klein-Jet gechartert. Offensichtlich scheut das Land Hessen keine Kosten und Mühen um einen jungen Menschen, der hier mit uns leben will, außer Landes zu schaffen. 

Die Unterstützer auf der Internet-Seit www.freiheit-fuer-serif.tk schreiben folgendes:

"Jetzt sollten wir also mit der Forderung seiner Rückkehr arbeiten. Und müssen im Kopf behalten, dass das wahrscheinlich sehr teuer werden wird, da er ja zuvor seine Abschiebekosten wird zahlen müssen. Also: Geld auftreiben!

Dafür das nebenstehende Konto der Diakonischen Flüchtlingshilfe angeben ( Diakonische Flüchtlingshilfe BLZ 500 605 00Konto-Nr. 4001176 Ev.Kreditgenossenschaft eG Verwendungszweck: Familie Akbulut

Die Protest-Postkarten-Aktion sollten wir weiter betreiben, die Leute sollen handschriftlich noch draufschreiben: "Ich fordere die Rückkehr von Serif!"

Jenseits von Trauer und Fassungslosigkeit über diesen Wahnsinn, werden wir uns nicht entmutigen lassen. Denn zumindest haben wir sie soweit getrieben ihren Wahnsinn öffentlich zur Schau zu stellen. Und das sollten sie in den kommenden Wochen noch ein wenig bereuen. "

 

 

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