Home
Home Archiv ueber uns Newsletter Links

Über uns

-> weiter

AKU Newsletter

Den AKU-Newsletter abonieren!
Alle aktuellen AKU- Veröffentlichungen, Veranstaltungs- hinweise und Aktionen im E-Mail Service.
Hier Anmelden“
-> weiterlesen

Wer finanziert
den AKU

-> weiter

Kommentierte Linkliste

Ausgewählte Links zu anderen Initiativen

  • Atomkraft
  • Flughafenausbau
  • Globalisierung
  • Anti- Kriegsbewegung
  • AntiFa

-> weiterlesen

++ 33 | 17747 Zeichen | Artikel vom: 29. 10. 2006   Druckversion

Leukämie in der Elbmarsch

Artikel zu der Veranstaltung" ...ein fast perfektes Verbrechen" vom Samstag, den 28.10.06

Etwa 45 ZuhörerInnen fanden sich vergangenen Samstag im Cafe Klatsch ein...

Etwa 45 ZuhörerInnen fanden sich vergangenen Samstag im Cafe Klatsch ein...

Hier der Text des Referenten von der Veranstaltung. Er geht auf die Ergebnisse seiner Recherche zu Geesthacht ein und stellt sie in Zusammenhang zu der politischen Stimmung im Tschernobyljahr 1986



»Tschernobyl ist überall«

 

Samstag, 26. April 1986, 1 Uhr, 23 Minuten, 40 Sekunden. Im Block 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl explodieren 180.000 Kilogramm hochradioaktives Material aus dem Inneren des Reaktors. Das entspricht der Menge von 1.000 Hiroshima-Bomben... Als die ferngesteuerten Maschinenroboter, die u.a. das Dach von den Graphitblöcken reinigen sollten (...) wegen der hohen Radioaktivität nicht funktionierten, wurde eine riesige Armee menschlicher Roboter eingesetzt, die Liquidatoren (...) Viele Liquidatoren, schätzungsweise zwischen 50.000 bis 100.000, sind gestorben, und 90 Prozent von ihnen sind schwer erkrankt. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 540.000 bis 900.000 junge Männer sind infolge von Tschernobyl schwer erkrankt.[1]

 

 

Der »größte anzunehmende Unfall« (GAU), der laut Atomindustrie einmal in 1.000.000 Jahren passieren könnte, ereignete sich gerade einmal 15 Jahre nach der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes in Tschernobyl. Er hat die »Restrisiko«-Logik auf tödliche Weise ad absurdum geführt - und Hunderttausenden von Menschen das Leben zerstört bzw. gekostet.

Dieser GAU hatte nicht nur tödliche Strahlung »freigesetzt«. Es hatte auch die politische Landschaft in eine brodelnde Vulkanlandschaft verwandelt.

Trotz vielfältigster Aktionsformen und einer nie dagewesenen politischen Breite, von Naturschützern, Umweltorganisationen, Untergliederungen von Regierungs- und Oppositions-Parteien bis hin zu autonomen Gruppen war die Anti-AKW-Bewegung nicht in der Lage, den politischen Preis für die Beibehaltung des Atomkurses hoch genug zu treiben, um das Atomprogramm einschneidend zu gefährden. Die breite Ablehnung der Bevölkerung gegenüber der Atompolitik schlug nicht in eine Krise der politischen Repräsentation um.

 

Im Gegenteil: Die Regierungsparteien setzten politisch auf Spaltung der Bewegung, in gewaltfreie und gewalttätige, und auf wachsende Repression, die sich der Grenze militärischer Eskalation näherte: Der Bundesgrenzschutz/BGS wurde erstmals zur Niederschlagung politischer Auseinandersetzungen im Inneren eingesetzt: Zug um Zug verwandelte sich der BGS in eine paramilitärische Option gegenüber dem radikalen Teil der Anti-AKW-Bewegung: Panzer gehörten fortan zum ganz normalen Erscheinungsbild staatlicher Macht, BGS-Hubschrauber wurden im Tiefflug als Waffe und BGS-Einheiten als verkleidete Polizisten gegen Platzbesetzungen und Blockaden eingesetzt.

Die Anti-AKW-Bewegung stieß an die Grenzen des punktuellen Dissens, der den politischen Konsens (gegenüber der politischen und gesellschaftlichen Ordnung) nicht erschüttern konnte. Gleichzeitig stieß sie an die Grenzen von Gegen-Gewalt, die sich dem politischen Prozess und Ziel unterordnen muss, will sie vermeiden, die »militärische« Lösung des Staates anzunehmen – und zu verlieren.

 

Bereits nach einigen Wochen hatten die Ereignisse in Tschernobyl in jeder Hinsicht Grenzen überschritten. Zum einen machte die Radioaktivität, die in ganz West-Europa gemessen wurde, deutlich, dass es eine nationale Atompolitik nicht gibt. Zum anderen beendete der GAU in Tschernobyl die Spekulation über die Gefährlichkeit der (friedlichen Nutzung) der Kernenergie.

Die bis dahin abstrakte Gefahr der Radioaktivität bekam eine lebensbedrohliche Realität: Die Nahrung war radioaktiv kontaminiert, ungenießbar. Über Jahre hinweg blieben viele Grundnahrungsmittel verseucht. Die Anstrengung, so wenig wie möglich Strahlung abzubekommen, wurde Alltag. Die friedliche Nutzen der Atomenergie ging buchstäblich unter die Haut.

Mit welcher Skrupellosigkeit an der Atompolitik festgehalten wurde, machte die Informationspolitik der deutschen Bundesregierung deutlich: Sie beschwichtigte, verschwieg, verleugnete, verharmloste.... So behauptete der damalige Innenminister Zimmermann wider besseren Wissens, dass nur im Umkreis von 30 Kilometern eine Gefahr für Menschen bestehe. In Sachen Atompolitik herrschte defacto eine Große Koalition. Allen, von der CDU bis hin zur SPD war klar, dass die Wahrheit über die Folgen von Tschernobyl eine Dimension sichtbar gemacht hätte, die auch die Atompolitik im eigenen Land zum kippen gebracht hätte.

 

Die Anti-AKW-Bewegung wurde von den Ereignissen überrollt und mitgerissen. Auf unglückliche Weise löste der GAU in Tschernobyl die schon lange erhobene Forderung: »Weg von den Bauzäumen, zurück in die Städte« ein: Hunderttausende demonstrierten in zahlreichen Städten der BRD. In Frankfurt demonstrierten 10.000 gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Im Lauf der Kundgebung flogen verstrahlte Tomaten, Gurken, jede Art von Gemüse durch die Scheiben des Rathauses. Nicht nur die AKW-Betreiber, vor allem die politisch Verantwortlichen gerieten immer stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung.

 

Inmitten dieser aufgeheizten Stimmung und politisch äußerst brisanten Lage ereignete sich am 12. September 1986 ein weiterer »Atomunfall«, nicht in der Sowjetunion, weit weg, sondern bei Geesthacht an der Elbe[1]. Auf dem Gelände des staatlichen Forschungszentrums GKSS (früher Gesellschaft zur Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt) kam es zu einem »mysteriösen Waldbrand«. In Folge dieses Ereignisses wurde eine erhöhte Radioaktivität in der näheren Umgebung gemessen.

Alarmiert durch erhöhte Radioaktivität machte die dort aktive Bürgerinitiative zuerst das nahe liegende AKW Krümmel dafür verantwortlich. Die Landesregierung und vor allem Bundesstellen und (Aufsichts-)Behörden nahmen dankbar den Verdacht eines radioaktiven Lecks im AKW Krümmel auf und veranlassten entsprechende Nachforschungen.

Untersuchungen mit falschen Fragestellungen wurden auf den Weg gebracht. Es wurde unterlassen, Bodenproben im Umfeld des Waldbrandes zu nehmen. Es fanden keine Durchsuchungen auf dem Gelände der GKSS statt. Es wurden keine Unterlagen beschlagnahmt, die die Aktivitäten der GKSS aufzeichneten und »Experimente« dokumentierten. Es wurden keine Mitarbeiter des atomaren Forschungszentrums vernommen.... Selbst das naheliegendste lag den ermittelnden Behörden völlig fern: Die Einsatzprotokolle und sichergestellten »Fundstücke« der lokalen Feuerwehr, die den »mysteriösen Brand« löschte, anzufordern und auszuwerten.

Die Intensität, mit der falsche Fährten gelegt, offensichtliches unterlassen und belastendes (verstrahltes Material) beiseite geschafft wurde, würde für ein ganze Krimi-Serie reichen:

Der »mysteriöse Waldbrand« am 12.9.1986 zerstörte nicht nur Fauna und Flora: »Auf einer früheren Luftaufnahme ist dort (ein zwischen GKSS und Kernkraftwerk Krümmel gelegenes Areal, d.V.) noch ein Gebäude erkennbar.«[2]

Auf dem Gelände der GKSS befanden sich auch mehrere Strahlendetektoren. Genau dort, wo der »mysteriöse Waldbrand« wütete, fiel der Strahlendetektor >3/9< (»Lokalisation: GKSS Tesperlude/Institut für Physik«[3]) über 12 Wochen aus. Ein entsprechender Registrierungsauszug der Fa. ESN belegt dies eindeutig: »38. -49. KW ungeplante Stationsverlegung nach Brand am ursprünglichen Aufstellungsort.«[4]

»Im Zeitraum zwischen dem 15.9.1986 und dem 14.9.1987 wurden per Lkw >bestrahlte Brennstabsegmente< ins bayrische Karlstein gefahren.«[5]. Bis heute bleiben die Aussichtsbehörden die Antwort schuldig, was es mit dieser Fracht, mit diesen »bestrahlten Brennstabsegmente« auf sich hatte.

Das Ziel dieser LKW-Fahrten ist aufschlussreich: In Karlstein/Bayern befand sich ein Zwischenlager für Brennelemente. 1993 wurde dieses atomare Zwischenlager außer Betrieb genommen.

Die behördliche Unterlassung von Untersuchungen auf dem Gelände der GKSS, die gezielte Untätigkeit der Staatsanwaltschaft mit dem Unterbleiben eines Ermittlungsverfahrens, das Nichteinschalten des LKA’s, die verschwundenen Deklarations-Unterlagen über die Transporte ins atomare Zwischenlager Karlstein, die verschwundenen Protokolle über all das, was in Karlstein »entsorgt« wurde, demonstrieren neben einen sagenhaften Anzahl von lückenlosen Zufällen das perfekte Zusammenspiel von privaten Atomfirmen, staatlicher Atomforschung, atomaren Aufsichtsbehörden, (Landes)-Regierung, Justiz, Staatsschutzbehörden (LKA) und Polizei.

Wenn Robert Jungk in diesem Zusammenhang vom »Atomstaat« spricht, dann hat das wenig mit Alarmismus oder politischer Hysterie zu tun. Dieser Atomstaat hat allen Grund zum planvollen, systematischen Vorgehen. Ein Vorgehen, das die partielle Aussetzung bürgerlicher Verfassungs- und Rechtsgrundsätze einschließt.

 

Wären ein paar Monate nach Tschernobyl die offiziellen Untersuchungen nicht ausschließlich auf das AKW Krümmel fokussiert, sondern auf das GKKS ausgedehnt worden, wären Spuren und Zusammenhänge ans Tageslicht gekommen, die das Atomprogramm mehr gefährdet hätten, als die wieder an Kraft gewonnene Anti-AKW-Bewegung.

So brauchte es Jahre, bis der Nachweis erbracht werden konnte, dass nicht das AKW Krümmel für die erhöhte Radioaktivität ursächlich verantwortlich war, sondern das ganz in der Nähe gelegene Forschungszentrum GKSS. Viel zu spät entdeckten Wissenschaftler der Arbeitsgemeinschaft für Physikalische Analytik und Messtechnik (Arge PhAM) in der Umgebung der GKSS millimetergroße Kugeln, die weder in der Natur, beim Betrieb eines AKW’s, noch bei oberirdischen Atomtests »abfallen«. Auf Dachböden und im Erdreich wurden Transurane, u.a. Plutonium-241 und Americium-241 gefunden.

Nachdem alle deutsche Forschungsinstitute unisono eine Untersuchung der Bodenprobe ablehnten, wurde die internationale Sacharow-Universität in Minsk mit der Analyse beauftragt. Das Ergebnis war sensationell und ist bis heute nicht bestritten: Die nukleartechnischen Kügelchen enthalten die spaltbaren Stoffe Uran, Plutonium-241, Americium-241 und Curium. und werden in der Fachwelt als »sphere PAC« bezeichnet.

 

Diese »PAC-Kügelchen« versinnbildlichen auf anschaulichste Weise den zivil-militärischen Doppelcharakter (Dual-Use) der angeblich ausschließlich friedlichen Nutzung der Nuklearforschung: Sie können als Brennstoffe für Hochtemperaturreaktoren genutzt werden. Aufgrund des hoch angereicherten Urans bzw. Plutoniums stellen sie zugleich die entscheidenden Komponenten für militärische Optionen dar.

Diese Entdeckung hätte zum falschen Zeitpunkt fatale Folgen haben können. Erstens: Die notorische Behauptung aller deutscher Bundesregierungen, die Nuklearforschung diene ausschließlich friedlichen Zwecken, hätte widerlegt werden können. Zweitens: Der Nachweis wäre erbracht, dass die Bundesrepublik seit Jahren den von ihr unterschriebenen Atomwaffensperrvertrag gebrochen hat. Drittens: Der »Atomstaat« wäre keine paranoide Vorstellung von verschwörungstheoretisch veranlagten Anti-AKW-Gegnern, sondern eine zwingende Konsequenz aus der Tatsache, dass der militärische Charakter der Atomforschung unter allen Umständen geheim gehalten werden muss.

 

(...)

 

Was stand alles auf dem Spiel? Wer befürchtete eine ungewollte »Kettenreaktion«?

 

Nachdem sich der Schwerpunkt der (unabhängigen) Nachforschungen ab 2001 auf das atomare Forschungszentrum GKKS verlagerte, häuften sich auch dort die »Zufälle«: Die Unterlagen der GKKS aus der fraglichen Zeit verschwanden spurlos. Im Büro der Feuerwehrzentrale, die den Brand auf dem Geländer der GKKS löschte, brach am 1.9.1991 ein Feuer aus - und vernichtet alle dort gelagerten Unterlagen. Und trotz Bitten und Betteln der Untersuchungskommissionsmitglieder lehnten sowohl die zuständige Staatsanwaltschaft, als auch das LKA die Einleitung (bisher unterlassener) Ermittlungsverfahren ab. Im Fußball ein klassischer Fall von Doppeldeckung.

Was in jedem anderen (oppositionellen) Fall für Hausdurchsuchungen, Razzien, vorläufige Festnahmen, Polizeiaktionen unter dem Vorzeichen »Gefahr im Verzug« und bundesstaatsanwaltschaftliche Ermittlungen reichen würde, hatte in diesem Fall organisiertes Stillhalten zur Folge.

Ob es sich bei den gefundenen Transurane um PAC-Kügelchen handelt, ob damit – unter Verstoß des Atomwaffensperrvertrags – mit militärischer Zielsetzung geforscht und experimentiert wurde, hätten die zuständigen Behörden schnell klären bzw. sicher entkräften können.

Die Atomfirma »Hobeg« in Hanau hatte damals die kugelförmigen Brennelemente für den Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop und den Forschungsreaktor in Jülich hergestellt. Ein Vergleich der dort produzierten kugelförmigen Brennelemente mit den »Funden« in der Umgebung der GKKS bei Geesthacht hätte jeder Spekulation den Boden entziehen können. Nichts, aber auch gar nichts wurde unternommen.

 

Auch die Dementis der Landesregierung und aller Bundesaufsichtsbehörden, auf dem Gelände der GKSS habe es gar keinen »Unfall« gegeben, könnten schnell und eindeutig untermauert bzw. ad absurdum geführt werden. Wenn die »Fachkommission Leukämie« über Luftbilder vor dem 12.9.1986 verfügt, auf denen eindeutig ein Gebäude zu erkennen ist, das es nach dem Unfall nicht mehr gab, dann liegt es an der Aufsichtsbehörden, diesem schwerwiegenden Indiz nachzugehen, anstatt geisteswissenschaftliche Überlegungen über die Hintergründe der gemachten Vorwürfe anzustellen.

Die wiederholte Anfrage an die Pressestelle der GSKK, einen Lage- bzw. Gebäudeplan aus den 80er Jahren zur Verfügung zu stellen, wurde bis dato mit transparentem Schweigen quittiert.

Interessanterweise findet man auf dem aktuellen Lage- und Gebäudeplan der GSKK[7] kein Gebäude mehr, das den Namen »Institut für Physik« trägt. Hat es sich einfach in Luft aufgelöst?

 

1992 wurde die »Untersuchungskommission Leukämie« von der schleswig-holsteinischen Landesregierung eingesetzt. Nachdem diese Jahre lang den falschen Spuren folgte, änderte sich ab 2002 die Untersuchungsrichtung. Sie gingen neuen Spuren nach und beantworten Fragen, die zuvor nie gestellt wurden.

2004 stellte sie ihren Abschlussbericht[8] vor. Er war vernichtend – für die Auftraggeber:

 

1. Die Funde von Transurane (allen voran Plutonium-241 und Americium-241) sind weder auf das AKW Krümmel, noch auf die Folgen von Tschernobyl zurückzuführen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind sie das Ergebnis von (misslungenen) »besonderen kerntechnischen Experimenten«[9], die als »mysteriöser Waldbrand« auf dem Gelände der GKKS verdeckt werden sollten.

2. Alle (Aufsichts-)Behörden und Dienststellen, die die Untersuchungskommission um Mithilfe bat, behinderten im hohem Masse die Aufklärung.

3. Um der Landesregierung nicht länger als Alibi für eine »unabhängige« Untersuchung und vorbehaltslose Aufklärung zu dienen, trat die Mehrheit der Mitglieder der Untersuchungskommission zurück.

 

Eigentlich ist ein Brand in einem Feuerwehrhaus, bei dem die Unterlagen eines anderen Brandes zerstört werden, nicht zu toppen. Doch die Landesregierung setzte im Rahmen der organisierten Vertuschung und Unterlassung noch eines drauf.

Als absehbar war, dass die von ihr eingesetzte Untersuchungskommission nicht zu dem gewünschten Ergebnis kommt, setzte die Landesregierung Schleswig-Holsteins zum Plot an:

Sie beauftragte Dr. Wolters mit Expertisen und Gegengutachten, die die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der eingesetzten Untersuchungskommission widerlegen sollten.

Jener Dr. Wolters war jahrelanger Referatsleiter der Abteilung Reaktorsicherheit im MFE[10]. In seine Amtzeit fiel der Bau und die Genehmigungsverfahren zum AKW Krümmel. Nachdem er vorzeitig in den Ruhestand versetzt wurde, wechselte er zur Firma »SAST« und fertigte dort als »unabhängiger« Gutachter jene Expertisen und Gegengutachten an, die das Cleaning seiner eigenen Aufsichtstätigkeiten mit zum Gegenstand hatten.

Das ist das vorläufige Ende eines Politthrillers, der in einer Gegend spielt, die heute die weltweit einmalige Häufung von Leukämie-Erkrankungen aufweist.

 

Solange Behörden und Regierungsstellen nicht ihrer Pflicht zur Aufklärung nachkommen, ist von der Größten Anzunehmenden RegierungsKriminalität /GARK auszugehen.

 

Wolf Wetzel                                       

[1] vgl. »Und keiner weiß warum...Leukämietod in der Elbmarsch«, Reportage von Barbara Dickmann und Angelica Fell, ZDF vom 02.04.2006

[2] vgl. Abschlussbericht der schleswig-holsteinischen »Fachkommission Leukämie« vom 15.9.2004, S.7

[3] vgl. Abschlussbericht der schleswig-holsteinischen »Fachkommission Leukämie« vom 15.9.2004

[4] s.o.

[5] »Geesthacht, Hanau, Leukämie«, Detlef zum Winkel, in: Konkret, Dezember 2004

[6] Mareke Grefe, www.re-hash.de

[8] Abschlussbericht der »Fachkommission Leukämie« vom 15.9.2004

[9] Abschlussbericht der »Fachkommission Leukämie« vom 15.9.2004, S.2

[10] Ministerium für Finanzen und Energie, Kiel

zurück

 

Suchen

Artikel aus folgenden Rubriken:

alle
Anti-Kriegsbewegung
Antifa
Atomkraft
Flughafen
Globalisierung
Kohlestrom
Sozialabbau
Stadtpolitik

 

Suchbegriff: