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++ 7 | 2296 Zeichen | Artikel vom: 05. 12. 2006   Druckversion

Bericht über antifaschistische Mobilisierung vom Wochenende

Relativer Erfolg der Antifa - Mobilisierung in Wiesbaden

LiLi und andere an der am Schloss Freudenberg beginnenden (legalen) Demonstration sollten sich für die Zukunft überlegen ob es nicht sinnvoller ist, geplante Demorouten der Faschisten durch massenhafte Anwesenheit zu besetzen, statt gemeinsam geplante Mobilisierungen zu spalten.

LiLi und andere an der am Schloss Freudenberg beginnenden (legalen) Demonstration sollten sich für die Zukunft überlegen ob es nicht sinnvoller ist, geplante Demorouten der Faschisten durch massenhafte Anwesenheit zu besetzen, statt gemeinsam geplante Mobilisierungen zu spalten.

Nach den unschönen Erfahrungen im Vorfeld - der Demo-Anmelder der LiLi hatte ohne Rücksprache mit den beteiligten Gruppen auf Druck der Polizei die Demoroute verlegt - gelang es trotzdem sehr kurzfristig ca. 150 Menschen zur (verbotenen) Kundgebung Ecke Erich Ollenhauser / Tannhäuser Str. zu mobilisieren.
Die ab 12 Uhr langsam eintreffenden Menschen besetzten um ca. 14 Uhr die Erich-Ollenauer Str. um die geplante Demoroute der NPD zu blockieren.



Über den - sagen wir - extrem spontan auftauchenden Lautsprecherwagen (ein super Lob dem Genossen!) wurde den anwesenden AntifaschistInnen mitgeteilt, dass unsere Kundgebung verboten ist und wir trotzdem versuchen werden den NPD-Aufmarsch zu blockieren. Mit guter Stimmung, Musik und Infos entschieden sich die anwesenden DemonstrantInnen trotz des Verbots den Blockadeversuch aufrecht zu halten. Die zu diesem Zeitpunkt um Zusammenarbeit bemühte Polizeiführung duldete dies zunächst, machte jedoch deutlich, dass sie der NPD den Weg freiräumen werde.

Um ca. 15 Uhr 30 - die NPD hatte sich mittlerweile am Bahnhof Biebrich in Bewegung gesetzt - wurde diese Drohung in die Tat umgesetzt. Durch den - entgegen der Ankündigung der Polizeiführung - teilweise sehr rabiaten "Einsatz körperlicher Gewalt" und das Sprühen von Pfefferspray gelang es der Polizei die sehr besonnen reagierenden AntifaschistInnen in eine Seitenstraße zu drängen. Bei diesem Einsatz wurden wahllos 5 Personen in Gewahrsam genommen und durch den Pfefferspray-Einsatz weitere 5 Personen verletzt. (ZeugInnen bitte beim AKU-Wiesbaden melden).

Nach weiteren 10 Minuten erfuhren wir, dass die Nazi-Demonstration nach nur 2oo Metern "Wegen Rufens verfassungsfeindlicher Parolen" von der Polizei aufgelöst worden sei, was die Einsatzleitung kurz später bestätigte.

LiLi und andere an der am Schloss Freudenberg beginnenden (legalen) Demonstration sollten sich für die Zukunft überlegen ob es nicht sinnvoller ist, geplante Demorouten der Faschisten durch massenhafte Anwesenheit zu besetzen, statt gemeinsam geplante Mobilisierungen zu spalten.

 

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