|
||||||||||||||||||||||||||||
Widerstand gegen die G8 – Für eine Globalisierung von unten!Im Juni 2007 wird nicht nur die Stimme der Mächtigen zu hören sein: Zehntausende Menschen werden von rund um den Globus zusammenkommen, gegen die G8 demonstrieren und sich zu Aktionen zusammenfinden. Aus nahezu allen Spektren der globalisierungs-kritischen Bewegung wird zu Protesten aufgerufen. Die andere Welt wird sich unüberhörbar zu Wort melden und für eine Globalisierung von unten einstehen: für gleiche soziale, politische und kulturelle Rechte aller Menschen, für das Recht auf globale Bewegungsfreiheit, für einen verantwortungsvollen Umgang mit den weltweiten Ressourcen, für die Garantie öffentlicher Räume und Güter und für globale soziale Gerechtigkeit.
Die G8-Gipfel sind ein Symbol. Sie dienen den Regierenden zur Demonstration ihrer Macht. Ihre Nachricht lautet: Es gibt keine Alternative zur gegenwärtigen Weltordnung. Mit unseren Aktionen wollen wir mit aller Deutlichkeit diesen Anschein der Alternativlosigkeit durchkreuzen.
Massenhafte und andauernde Blockaden – Wir sind gekommen um zu bleiben!Die Kampagne Block G8 organisiert Blockaden als Aktionen Zivilen Ungehorsams, an denen sich tausende Menschen unterschiedlicher politischer, sozialer und kultureller Hintergründe gemeinsam beteiligen. Gemeinsam drücken wir mit diesen Aktionen ein unmissverständliches „Nein“ gegenüber den G8 aus.Als Ausdruck dieses „Neins“ werden wir nicht nur demonstrieren. Wir werden uns aktiv den G8 in den Weg stellen und die Zufahrten zum Tagungsort blockieren, die der Tross von DiplomatInnen, ÜbersetzerInnen und Versorgungsfahrzeugen passieren muss, um nach Heiligendamm zu gelangen. Wir werden die Zufahrtsstraßen nicht freiwillig wieder verlassen, denn es soll nicht bei rein symbolischen Aktionen bleiben. Wir wollen den G8-Gipfel real und effektiv blockieren und von seiner Infrastruktur abschneiden: Wir sind gekommen um zu bleiben!Während der Aktionen wollen wir eine Situation schaffen, die für alle Blockierenden transparent ist und in der die Aktionsteilnehmer-Innen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Alle übernehmen mit Verantwortung für das Gelingen kraftvoller und entschiedener Blockaden und respektieren gegenseitig die Grenzen und Protestkulturen der anderen Teilnehmenden. Möglicher Polizeigewalt, etwa während einer Räumung, wollen wir mit den Mitteln des Zivilen Ungehorsams gemeinsam und solidarisch widerstehen.
Auf den G8-Gipfeln wird konkrete Politik gemacht und koordiniert. Eine Politik, bei der die Interessen von Großkonzernen und Finanzanlegern im Mittelpunkt stehen. Rund um den Globus verschärft sich dadurch die dramatische Spaltung in Arm und Reich, die von einem massiven Abbau sozialer und demokratischer Rechte begleitet wird. Wenn die G8 von Schuldenerlass und Hilfsprogrammen für die Armen reden, dann wird verschwiegen, dass Hunger, Armut und Schuldenfalle Resultate des neoliberal globalisierten Kapitalismus sind. Die Politik der G8 trägt unvermindert zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bei, sichert einigen wenigen Staaten den Zugang zu einem Großteil der Ressourcen und wird letztendlich auch durch Kriege durchgesetzt.
Gemeinsam gegen den G8-GipfelHinter dem Konzept der Massenblockaden stehen Gruppen, Organisationen und Personen aus der Umweltbewegung und der Anti-Atom-Bewegung, aus globalisierungskritischen Netzwerken und aus der radikalen Linken, aus gewaltfreien Aktionsgruppen, aus der autonomen Antifa, aus Partei- und Gewerkschafts-jugenden sowie aus kirchlichen Gruppen. Wir bringen vielfältige Blockadeerfahrungen mit: von den Castor-Transporten ins Wendland, von den erfolgreichen Blockaden von Naziaufmärschen in Berlin, Kiel oder Leipzig, aus der resist-Kampagne gegen den Irak-Krieg und den Protesten gegen andere G8-Gipfel. Die Kampagne Block G8 versteht sich als Teil eines breiten gesellschaftlichen Widerstands gegen die G8. Die Massenblockaden werden sich daher in die Aktionen und Demonstrationen anderer Gruppen und Initiativen einfügen und mit diesen abgestimmt sein. Unsere Aktionen knüpfen an die Gipfelproteste der vergangenen Jahre an. Erstmalig gelang es bei den Protesten gegen die Welthandelsorganisation (WTO) 1999 in Seattle, mit massenhaften Blockaden und anderen Aktionen den Auftakt der WTO-Tagung um Stunden zu verzögern - ein Ereignis, das um die Welt ging und den Aufbruch der globalisierungskritischen Bewegung markierte. Mit den Aktionen von Seattle zeigten sich die ersten Risse im Projekt der neoliberalen Globalisierung. Lasst uns gemeinsam in Heiligendamm die Risse vergrößern! Alle können sich beteiligen! Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Die G8 ist eine Institution ohne Legitimation. Sie ist ein Club der Regierungen von gerade einmal acht Staaten, die sich anmaßen, Entscheidungen über die Lebensrealität der Menschen des ganzen Erdballs zu treffen. Deshalb geht es uns nicht darum, dass auf den G8-Gipfeln andere Beschlüsse gefasst werden. Vielmehr stellen wir die G8 und ihre Politik insgesamt in Frage und sprechen ihnen jede Legitimation ab.
Wir tragen die Kampagne "Block G8":
|
|
|||||||||||||||||||||||||||