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Breite Zustimmung fand der Vorschlag, im Falle eines Festhaltens der KMW an ihren Ausbauplänen, eine breite Kampagne zum Wechsel des Stromanbieters in Mainz und Wiesbaden zu forcieren. „Damit treffen wir die Entscheidungsträger an ihrem sensibelsten Körperteil, an ihrer Brieftasche“, so ein Zuhörer. In diesem Zusammenhang war der Bericht der Vertreterin der Elektrizitätswerke Schönau interessant. Diese betreiben ihr kommunales Stromnetz in Eigenregie und fördern europaweit regenerative Energien und Energieeffizienz. Sie als „Ökostromanbieter“ kämen auch für mit der Geschäftspolitik der KMW unzufriedene Mainzer und Wiesbadener als potentieller neuer Stromversorger in Frage. Bisher habe man die KMW als eigenständigen, von den vier großen Energieversorgern unabhängigen Versorger positiv bewertet. Diese Einschätzung sei mit der Entscheidung der KMW für Kohleverstromung obsolet geworden, so die Vertreter des AKU. Schließlich werde pro Kilowattstunde Feuerungsleistung beim Einsatz von Kohle doppelt so viel CO2 freigesetzt wie beim Einsatz von Erdgas. Die Entscheidung der KMW schlage der gegenwärtigen Diskussion um gebotenes schnelles Handeln bei der CO2-Reduktion ins Gesicht. Auch wird ein Anstieg der Feinstaubbelastung in der Region befürchtet. Besondere Empörung herrschte über die „Skrupellosigkeit“ der kommunal Verantwortlichen: Die KMW gehören ( nach dem Ausstieg der Darmstädter HEAG) den Stadtwerken Mainz und Wiesbaden, diese wiederum über Mehrheitsbeteiligungen den beiden Landeshauptstädten. „Wenn das Wiesbadener Rathaus ein Moratorium für das Kohleprojekt beschließt, der Wiesbadener Oberbürgermeister Diehl als Aufsichtsratsvorsitzender der KMW dann aber dem Projekt zustimmt, ist das ein Skandal!“, so ein Vertreter des AKU. Zusammen mit dem Vertreter der KOMA wurde der Vorschlag einer gemeinsamen Demonstration von Mainzer und Wiesbadener Seite aus auf die Mitte der Theodor Heuss Brücke angekündigt. „Der Protest wird auch auf der Strasse zu stattfinden“, so die Veranstalter.
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