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++ 291 | 2863 Zeichen | Artikel vom: 21. 06. 2007   Druckversion

Stromwechselstand am Samstag in Wiesbaden

Kohlekraftwerk ohne Kunden? Stell dir vor, es wird ein Kohlekraftwerk gebaut und keiner kauft den Strom...

+++Infostände+++ Wiesbaden  : Dernsches Gelände +++ Mainz : Neubrunnenplatz +++  jeweils von 11 - 15 Uhr

+++Infostände+++ Wiesbaden : Dernsches Gelände +++ Mainz : Neubrunnenplatz +++ jeweils von 11 - 15 Uhr

Mainz/Wiesbaden, 21.6.2007 - Niemand ist gezwungen, schmutzigen Kohlestrom zu kaufen. Diese Ansicht vertreten drei Umweltorganisationen und informieren deshalb am Samstag mit Informationsständen in den Innenstädten von Mainz und Wiesbaden über Ökostromversorger. Mit Stromsparen und dem Wechsel zu einem ökologischen Stromanbieter, der bei seiner Stromerzeugung auf regenerative und nachhaltige Stromgewinnung setzt, kann jeder ein klares Zeichen gegen den Bau des geplanten Kohlekraftwerks setzen



Welche verschiedenen Anbieter es gibt und wie der Wechsel funktioniert können interessierte Bürger am 23.6.2007  von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr erfahren.

In Mainz stellt sich am Neubrunnenplatz unter anderem die Ökostrom-Genossenschaft Greenpeace Energy vor. Für Fragen steht ein Gründungsmitglied der Genossenschaft vor Ort zur Verfügung. Auf dem Dern’schen Gelände in Wiesbaden kann man am Stand des Arbeitskreises Umwelt (AKU) Informationen zum Anbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS) bekommen. Auch die 1997 im Schwarzwald gegründete EWS schickt einen Vertreter zur Unterstützung nach Wiesbaden.

Die Umweltverbände empfehlen den Wechsel zu den Ökostromversorgern EWS, Greenpeace Energy, Naturstrom AG oder LichtBlick. „Diese Versorger setzen überzeugend auf klimafreundliche, erneuerbare Energieversorgung und planen nicht den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke“ erklärt Greenpeace-Sprecherin Susanne Ochse. „Wir halten es für ein wichtiges Signal an unsere Stadtoberhäupter, wenn die Bürger jetzt sagen: Schaut zu, wem ihr euren Dreck-Strom andreht – mir jedenfalls nicht.“

 

„Die „Ökostrom-Angebote“ von ESWE und ENTEGA sind aus unserer Sicht keine wirkliche Alternative“, ergänzt Christof Schulz, Vorsitzender der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa), die sich ebenfalls an dem Info-Stand in Mainz beteiligt. „ENTEGA und ESWE setzen leider noch immer auf klimaschädlichen Kohlestrom. Sie scheiden deshalb als ernst zu nehmende Ökostrom-Versorger aus. Erst wenn sie ihre Kohlepläne aufgeben und stattdessen auf einen Mix aus Strom aus ihrem hoch effizienten Gaskraftwerk und einem deutlich verstärktem Engagement beim Ausbau der erneuerbarer Energien setzen, erscheinen ihre Werbekampagnen nicht mehr als Ablenkungsmanöver.“

 

Der Wechsel zu Ökostromversorgern muss auch nicht teuer sein, denn die Mehrkosten werden häufig stark überschätzt. Obwohl es Ökostromanbietern nicht vorrangig darum geht, billigen Strom zu produzieren, können sie dem Preisvergleich mit anderen Anbietern durchaus standhalten. Außerdem hat jeder die Möglichkeit durch einfache Stromsparmaßnahmen seine Stromrechnung sogar zu senken.

 

Rückfragen an: Christof Schulz (KoMa), Tel. 0174-3168951

Felix Lieb, Greenpeace-Gruppe Mainz/Wiesbaden, Tel. 0177 / 588 66 51

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