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++ 169 | 7951 Zeichen | Artikel vom: 16. 08. 2007   Druckversion

Gorleben brennt... uns unter den Nägeln!

„Atommüllendlagerung“ – Sicher ist nur das Risiko! Demonstration am 1. September, 12 Uhr ab Gedelitz (Lüchow-Dannenberg)

Gorleben und Schacht Konrad - so sicher wie die absaufenden und ürzenden „Endlager“ Asse und Morsleben...

Gorleben und Schacht Konrad - so sicher wie die absaufenden und ürzenden „Endlager“ Asse und Morsleben...

Unser vielfältiger und bunter Protest gegen Castortransporte richtete sich in der Konsequenz immer gegen Gorleben als Atommüll-Endlagerstandort. Dieses Jahr wird kein hochradioaktiver Transport rollen. Wir lehnen uns aber nicht zurück, sondern nutzen die „castorfreie Zeit“, um unüberhörbar auf die Entsorgungsmisere aufmerksam zu machen...



Denn obwohl nirgendwo eine auch nur annähernd sichere „Entsorgung“ in Sicht ist, laufen die Atomanlagen weiter. Die Bundesregierung schützt das reine  Profitinteresse der  Atom-industrie an ihren atomaren Gelddruckmaschinen regelmäßig mit zig Tausenden Polizisten. Die atomaren Gefahren für uns und die nachfolgenden Generationen werden dabei genauso billigend in Kauf genommen, wie die faktische Außerkraftsetzung der Grundrechte.    Seit über 30 Jahren setzen wir uns fantasievoll, kreativ und kontinuierlich gegen ein „Endlager“ im Gorlebener Salzstock zur Wehr. Seit Anfang der 80er Jahre ist bekannt, dass der Salzstock auf einer Fläche von über 6 km² kein schützendes Deckgebirge hat. Über Wasserwege würden die radioaktiven Isotope unausweichlich an die Oberfläche gelangen und Mensch und Umwelt tödlich verseuchen. Gorleben wäre ein Atomklo mit Spülung nach oben. Der bisherige Baustopp (Moratorium) droht nun aufgegeben zu werden und es besteht die Gefahr, dass ein unterirdisches „Versuchslabor“ eingerichtet wird. Damit würde Gorleben nicht nur mehr durch jeden Castortransport als „Endlager“ zementiert. Wir fordern die sofortige Aufgabe des untauglichen Standorts und die Schließung aller Atomanlagen!

Katastrophen-„Endlager“ – doch Atommüll wird weiter produziert...

Wie katastrophal die Lage um die sogenannte „Entsorgung“ ist, zeigt ein Blick auf die bereits bestehenden „Endlager“: Die Betreiber des mit 126.000 strahlenden Fässern gefüllten Salzbergwerks Asse II bei Wolfenbüttel gestehen öffentlich die Gefahr des weiteren Absaufens und damit die mögliche Verseuchung des Grundwassers einer Großregion ein. Der mit fast 40.000 m³ Atommüll gefüllte Salzstock in Morsleben bei Helmstedt droht weiter einzustürzen und vollzulaufen. Trotzdem wird der Bevölkerung vorgegaukelt, das Atommüllproblem sei lösbar.

Gorleben und Schacht Konrad - so sicher wie die absaufenden und einstürzenden „Endlager“ Asse und Morsleben...

Atommüllmilliarden einkassieren...

Für Atomanlagen-Abriss- und Entsorgungskosten müssen die Betreiber aufkommen. Über einen Aufschlag auf ihre Stromrechnungen, den die Stromkunden bezahlen müssen, bilden sie dafür steuerfreie Rückstellungen. Zur Zeit sind rund 35 Milliarden Euro angehäuft. Diese „Rückstellungen“ werden aber nicht cash für zukünftige Entsorgungskosten bereitgehalten, sondern das Atommüllgeld wird in Machterweiterung auf dem Markt investiert. Aufkäufe in der Wasser-, Gas-, Müllverbrennungs-  oder Verpackungswirtschaft werden damit finanziert. Eine gigantische Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil der regenerativen Energieerzeugung. Auch die Atomstromer sind vor Pleiten nicht sicher. Das Geld für Entsorgungskosten wäre dann futsch und die Bevölkerung müsste nochmals, dann über Steuern, doppelt für das atomare Abenteuer blechen. Wir fordern die sofortige Überführung der Rückstellungsmilliarden in einen öffentlich rechtlichen Fonds. Das politische Gerede um eventuelle alternative Endlagerstandorterkundungen ist erst ernst zu nehmen, wenn die Finanzierung geklärt ist.

Atom(bomben)anlagen stoppen – Erneuerbare Energien ausbauen!

1.September – Antikriegstag

Der 1. September ist auch Antikriegstag, an dem jährlich an den Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1.9.1939 erinnert wird. Gleichzeitig wird gegen Kriege und Militarismus weltweit demonstriert. Wir prangern nicht nur an, dass in Deutschland Atombomben stationiert sind. Regierungen mutieren zu Kriegsausführenden, um die Interessen der Energiewirtschaft an Rohstoffen in fernen Ländern zu sichern. Vieles deutet darauf hin, dass die US-Regierung einen Krieg gegen den Iran führen will. Die Situation ist ähnlich wie die im Jahr 2003. Damals bereitete die Regierung Bush mit Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen den Krieg gegen den Irak vor. Hunderttausende unschuldige Menschen fanden den Tod. Der Terrorismus, den man zu bekämpfen vorgab, wurde durch diesen Angriffskrieg gestärkt.

Ähnliches bahnt sich in Afghanistan an, wo die deutsche Bundeswehr inzwischen durch die Tornado-Einsätze in Kriegshandlungen einbezogen wird. Heute wird dem Iran unterstellt, Atomwaffen bauen zu wollen und damit den Frieden zu gefährden. Wer verhindern will, dass sich das Regime in Teheran Atomwaffen verschafft, muss sich auf völkerrechtlicher Grundlage friedlich mit dem Iran verständigen und darf nicht ein weiteres Land mit einem Krieg überziehen. Ein Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien dient nicht dem Frieden, sondern gefährdet ihn. Die Atommächte müssen abrüsten! Kein Krieg gegen den Iran! Deutschland darf sich auf keinen Fall an einem solchen Krieg beteiligen, weder durch Soldaten, noch durch Waffen, die Gestattung von Überflugrechten oder die Benutzung deutscher Einrichtungen! Keine Raketenabwehrsysteme in Polen und Tschechien! Der völkerrechts- und verfassungswidrige Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan ist sofort zu beenden!

 

Atomwaffen abschaffen, Uran- und Wiederaufarbeitungsanlagen sofort stoppen!

ErstunterzeichnerInnen: Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD - Morsleben Netzwerk - Asse II Koordination www.asse2.de - Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz - Komitee für Grundrechte und Demokratie - EUROSOLAR - ROBIN WOOD - WISE Amsterdam - Gesellschaft für Strahlenschutz - Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen - BI Kein Atommüll in Ahaus - Bürger gegen Atomreaktor Garching – Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen - Antimilitaristische Gruppe Münster - Widerwelle Rheinland Pfalz - Arbeitskreis Umwelt Gronau - BUND Südlicher Oberrhein - Trinationaler Atomschutzverband - Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen - Anti Atom Gruppe Bonn Südwestdeutsche Anti Atom Initiativen - Kölner Gegenstrom gegen Atomanlagen - Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt - Anti Atom Gruppe Mannheim - Ökologiereferat AstA FH Düsseldorf - WiderSetzen - x-tausendmalquer  Heidelberger Friedensratschlag - Anti Atom Plenum Braunschweig - ECODEFENSE Russia - FMKK Schweden - Frauen gegen Atomkraft Finnland - Women for Peace Finland - No More Nuclear Power Finland - SOFA Münster - Initiative 60 Solar Wind Wendland - Atomplenum Hannover - Urangruppe Nirgendwo - Carambolage - Delfina - Gorlebener Gebet  Reseau Sortir du Nucleair - CNIC Tokyo - Anti-Atom-Plenum Göttingen - Atomic- Cafe Berlin

 

 

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg  e.V. - Drawehnerstr. 3 - 29439 Lüchow

Tel.: 05841-4684 Fax: 3197 Mail:buero@bi-luechow-dannenberg.de – Info www.bi-luechow-dannenberg.de 

 Widerstand braucht nicht nur Fantasie sondern auch Geld - Spenden sind steuerabzugsfähig:   BIU-Lüchow-Dannenberg SPK Uelzen Lüchow Dannenberg BLZ 25850110 Ktonr. 4406072

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