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++ 9 | 7831 Zeichen | Artikel vom: 26. 10. 2007   Druckversion

30 Jahre Deutscher Herbst: Die Stadtguerilla

„Der unsichtbare Aufstand“ Spielfilm von C. Costa-Gavras


Für die Träume der RAF von einer Stadtguerilla in Deutschland war dieser Film ein großes Vorbild. Deshalb zeigen wir ihn als Ergänzung zum Deut-schen Herbst 1977 und freuen uns über eine kontroverse Diskussion!

Im Anschluss Diskussion mit den Frankfurter Publizisten Gerd Koenen und Wolf Wetzel.
Koenen war SDS-Mitglied; er arbeitet zur Zeit an dem Buch „Traumpfade der Welt-revolution – Das Guevara-Projekt“.
Wetzel kommt aus der Autonomiebewegung (L.U.P.U.S.-Gruppe) und arbeitet zur Zeit an dem Buch „Tödliche Schüsse“.
Moderation: Ulrike Holler
Dienstag, 30. Okt. 19.30 Uhr in der Naxoshalle,Wittelsbacher Allee 29 in 60316 Frankfurt



„Der unsichtbare Aufstand“         Spielfilm von C. Costa-Gavras

Als die Tupamaros, die legendäre Stadtguerilla Uruguays, den anscheinend unbescholtenen US-Bürger und Verkehrsexperten Philip Michael Santore in Montevideo entführen, versteht zunächst niemand die Hintergründe dieser Tat. Doch als der liberale Journalist Carlos Ducas (O.E. Hasse) mit eigenen Nachforschungen beginnt, stellt sich schnell heraus, dass der Amerikaner keinesfalls so harmlos ist wie zunächst angenommen. Vielmehr unterstützt Santore als hochkarätiger Militärberater im Auftrag der US-Regierung unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe den Polizeiapparat des repressiven uruguayischen Militärregimes. Der Plan der Guerillas, Santore gegen politische Gefangene auszutauschen, scheint aufzugehen. Doch im letzten Moment spürt die Polizei die Kernmannschaft der Entführer auf und zeigt sich nicht weiter verhandlungsbereit. Zu diesem Zeitpunkt bleiben 24 Stunden bis zum Ablauf des Ultimatums - 24 Stunden, die über Leben und Tod Santores entscheiden.

Der unsichtbare Aufstand ist ein packender Politkrimi des griechisch-französischen Regisseurs Constantin Costa-Gavras, der bereits mit seinem 1969 realisierten Film Z dieses Genre stilbildend beeinflusste. Mit beklemmender Eindringlichkeit schildert Der unsichtbare Aufstand die sozialen und politischen Missstände in einem südamerikanischen Land und stellt die zwielichtigen Praktiken des amerikanischen Imperialismus in ein kritisches Licht.

Für die Träume der RAF von einer Stadtguerilla in Deutschland war dieser Film ein großes Vorbild. Deshalb zeigen wir ihn als Ergänzung zum Deutschen Herbst 1977 und freuen uns über eine kontroverse Diskussion!

 

Im Anschluss Diskussion mit den Frankfurter Publizisten Gerd Koenen und Wolf Wetzel.

Koenen war SDS-Mitglied; er arbeitet zur Zeit an dem Buch „Traumpfade der Weltrevolution – Das Guevara-Projekt“.

Wetzel kommt aus der Autonomiebewegung (L.U.P.U.S.-Gruppe) und arbeitet zur Zeit an dem Buch „Tödliche Schüsse“.

Moderation:        Ulrike Holler                          www.bbfilm.net/dokukino

 

 

Filmbeginn:  19.30 Uhr                                      Filmgespräch  ca. 21.00 Uhr

Eintritt: 6 €   (ermäßigt 4 €)

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