|
||||||||||||||||||||||||||||
Fraport hat einen viele Millionen schweren Werbeetat. Seit Jahren gibt sie Geld aus, um zu verschleiern, dass die Belastungen durch Lärm, Abgase und Waldverluste nicht mehr zu verantworten sind. Jetzt läuft erneut eine neue riesige Werbekampagne, für die geplante Landebahn. Vergessen darf man nie: Es ist viel Geld im Spiel, da kann manviel kaufen. Politiker, Parteien, Medien. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ war über die Fraportzu lesen: „Die Formel vom Einkaufszentrum mit angeschlossenem Flugbetrieb überzeichnet zwar ein wenig. Sie gibt aber im Kern genau jene Wandlung wieder, die der Frankfurter Flughafen seit Jahren vollzieht, weil mit dem Flugbetrieb allein kaum mehr Gewinne zu erzielen sind - der weltweite Wettbewerb sorgt dafür. Längst verdient der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport AG mehr Geld mit Einzelhandelsmieten, Parkhäusern und der sonstigen Immobilienbewirtschaftung. Ende des Jahrzehnts soll diese Sparte Prognosen zufolge deutlich mehr als 80 Prozent aller Erträge des Flughafenbetreibers erwirtschaften, der reine Flugbetrieb weniger als 15 Prozent.“ Man muß es zweimal lesen: „Weniger als 15 Prozent des Gesamtertragskommt vom Flugbetrieb.“ Dafür soll wieder einmal Bannwald gerodet werden, dafür soll erneut der Natur und den Menschen ungeheurer Schadenzugefügt werden.
Das machen wir nicht mehr mit!Wir sagen: Stoppt die Ausbaubetreiber, rettet den Wald!
Die Menschen in den Städten rings um den Flughafen leiden Tag und Nacht unter dem Fluglärm. Nach der sogenanten Mediation hieß es: Flughafenausbau nur, wenn es ein Nachtflugverbot gibt. Das war im Jahr 2000. Damals hatte man die Nacht auf sechs Stunden verkürzt und nannte sie „Mediationsnacht“. Mittlerweile ist die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen drastisch angestiegen. Seit dem Jahr 2000 sind die Nachtflüge um fast 50 Prozent von 99 auf 147 Flüge je Nacht angewachsen. Ministerpräsident Koch versprach: „Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot“. Dann höhlt das Regionale Dialogforum mit Wörner an der Spitze das Nachtflugverbot aus und bringt 15 Ausnahmen ins Gespräch. Schließlich beruft sich der Ministerpräsident auf Wörners „kluge Vorausschau“ und kann sich „einige wenige Ausnahmen bei Frachtflügen vorstellen“. Dann kommt noch der Brief von Tiefensee, der als Verkehrsminister Nachtflüge anmahnt. Lufthansa will jetzt trotz des zugesagten Nachtflugverbots von 23 bis 5 Uhr in dieser Zeit 41 Flüge abwickeln. Würde Lufthansa tatsächlich 41 Ausnahmen vom Nachtflugverbot erhalten, käme mindestens noch einmal die gleiche Zahl hinzu. Denn die Genehmigungsbehörde könnte aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit Fluggesellschaften aus anderen Regionen nicht verwehren, was sie dem deutschen Unternehmen an Ausnahmen gestattet. Hinzu käme noch eine stattliche Zahl weiterer Flüge. Fraport will auch verspätete oder verfrühte Flüge per Ausnahmeregelung abfertigen. Da meist 20 Prozent aller Flüge verspätet sind und Fraport für die „Randzeiten“ von 22-23 und 5-6 Uhr mit 157 Flügen kalkuliert, müsste trotz Nachtflugverbot mit 30 verspäteten Maschinen gerechnet werden. In der Summe würden so mehr als 100 Flüge zwischen 23 und 5 Uhr landen und starten. Mit allen Tricks wird jetzt die Öffentlichkeit darauf vorbereitet,dass im Ausbaufall das Nachtflugverbot kippt. Das machen wir nicht mehr mit! Wir sagen: absolutes Nachtflugverbot jetzt und keinen Flughafenausbau!
Immer größere Luftbelastung Die Luftschadstoffbelastung im Rhein-Main-Gebiet ist bereits jetzt hoch, doch statt wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu planen, sollen weitere Verschmutzungsquellen dazu kommen: der Flughafenausbau, der Ausbau von Autobahnen, eine gigantische Müllverbrennungsanlage in Frankfurt-Höchst, ein neues Kohlekraftwerk in der Ingelheimer Aue, die erhebliche Erweiterung der Kohleverstromung bei Staudinger. Seit vielen Jahren werden wir belogen und betrogen. „Die Befürchtungen, dass später eine weitere Start- oder Landebahn ... errichtet werden könnte, entbehren jeder Grundlage. Die Genehmigung einer solchen Maßnahme wird auf keinen Fall erteilt.“ (Aus dem Planfeststellungsbeschluss des Hessischen Ministers für Wirtschaft und Technik vom 23. März 1971 mit dem die Startbahn 18-West sowie die Verschiebung des Parallelbahnsystems nach Westen genehmigt wurden). „Nach dem Bau der Startbahn wird kein Baum mehr für den Flughafen fallen.“ Öffentliches Versprechen von Ministerpräsident Börner aus dem Jahre 1981. „Beispielhaft möchte ich darauf hinweisen, dass die unter Federführung von Minister Jordan festgestellten Bannwaldausweisungen insbesondere südlich der Stadt Frankfurt dazu geführt haben, dass z.T. wesentlich umfangreichere Forstflächen vor einer Inanspruchnahme durch andere Nutzung langfristig geschützt werden.“ Aus einem Schreiben von Ministerpräsident Eichel aus dem Jahre 1994 zum Thema Bannwald im Zusammenhang mit dem Bau von Cargo-City-Süd. „In der Frage des Nachtflugverbotes gibt es keine Interpretationsspielräume... Das Nachtflugverbot ist nicht verhandelbar“. Die Zusage von MP Koch zum Nachtflugverbot.
Demonstration 1. Dezember 2007, 11 Uhr Wiesbaden, Hauptbahnhof
Wer sich nicht wehrt,lebt verkehrt
Es gibt über 60 Bürgerinitiativen im Bündnis u.a.: Bürgerinitiative gegen Fluglärm Bad Homburg, BI gegen den Fluglärm Bad Vilbel Dortelweil, BI - Mainspitze gegen Flughafenausbau; Interessengemeinschaft Arheilger Bürger IGAB, Bürger-Aktion Dietzenbach (B.A.D.) BI gegen Flughafenerweiterung und für ein liebenswertes Dreieich, BI Eppsteiner gegen Fluglärm, Erzhäuser Bürgerinnen und Bürger gegen Fluglärm e.V., BI Flörsheim, BI Frankfurter Norden gegen Fluglärm, BISS Frankfurt Bornheim, BI Niederrad, Flughafen BI Schwanheim/Goldstein, BI Sachsenhausen, BI - Mainspitze gegen Flughafenausbau, BI Groß-Gerau, BI gegen Fluglärm in Hanau e. V., BI Hattersheim, BB Heusenstamm gegen zuviel Fluglärm und Schadstoffbelastung, Hochheimer Initiative gegen Fluglärm - kein Ausbau, Interessengemeinschaft gegen Fluglärm Hoch- und Vordertaunus, BI Hofheim, BI Idstein, BI Kelkheim, BI Kelsterbach IGEL, IG gegen Fluglärm Im Kinzigtal e.V., BI Langen, Anti - Lärm - Aktion Maintal (ALAM), Mainzer Bürgerinitiative gegen Flughafenerweiterung, BI Mörfelden-Walldorf, BI Mühlheimer gegen Fluglärm, BI Nauheim, BI Neu-Isenburg, BIL Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach, BI Raunheim, BürgerInnen gegen Flugplatz Reichelsheim e.V., BI Rödermark, BI Rüsselsheim gegen die Flughafenerweiterung, BI Trebur, BI gegen Fluglärm Weilrod, Bürgerinitiative Weiterstadt, AKU Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden, BI Wiesbaden "Keine Flughafenerweiterung", Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm Wiesbaden e.V. Verantwortlich: Bündnis der Bürgerinitiativen, c/o Winfried Heuser, An der Kreuzheck 6, 60529 Frankfurt Spendenkonto: 6112340, Ökobank Frankfurt, BLZ 50090100
|
|
|||||||||||||||||||||||||||