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++ 7 | 2238 Zeichen | Artikel vom: 31. 03. 2008   Druckversion

Mitteilung des Wiesbadener Bündnis gegen Rechts/ Links zu Presseartikeln

Gegendemonstranten stören NPD-Veranstaltung empfindlich

Das Bündnis gegen Rechts kritisiert scharf, dass die Polizei nicht die ihnen gebotenen Gelegenheiten zum Eingreifen genutzt hat. Derer gab es genug...

Das Bündnis gegen Rechts kritisiert scharf, dass die Polizei nicht die ihnen gebotenen Gelegenheiten zum Eingreifen genutzt hat. Derer gab es genug...

Mehr als 250 Menschen sind dem Aufruf des Wiesbadener Bündnis gegen Rechts gefolgt und haben am gestrigen Samstag vor dem Bürgerhaus in Mainz-Kostheim Flagge gezeigt und der rechtsradikalen Hetze der NPD friedlich Einhalt geboten. 50 bis 60 hauptsächlich junge Neonazis aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet konnten dafür zusammengetrommelt werden, dagegen konnten so gut wie keine Bürger des Stadtteils unter den Besuchern ausgemacht werden.



Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts wertet die Protestveranstaltung als vollen Erfolg.

Drei Redebeiträge sorgten für der erforderliche Aufklärung. Lautstarker Protest sorgte dafür, dass die Neonazis ihre eigenen menschenverachtenden Worte nicht verstanden. Der rechte Frust gipfelte darin, dass einige der NPD-Sympathisanten gegen die Trennwand zu dem Veranstaltungsraum des Bündnis gegen Rechts traten und diese teilweise beschädigten. Daraufhin drohte eine Eskalation, die das Bündnis gegen Rechts mit Erfolg unterbunden hat.

Das Bündnis gegen Rechts kritisiert scharf, dass die Polizei nicht die ihnen gebotenen Gelegenheiten zum Eingreifen genutzt hat. Derer gab es genug. Einer der Neonazis zeigte beim Einmarsch in das Bürgerhaus den Hitlergruß. Von der Polizei bei den Rechtsradikalen eingesammelte waffenfähige Gegenstände waren des Weiteren ein hinreichender Hinweis auf deren Gewaltbereitschaft.

Statt jede Gelegenheit zu nutzen, um die NPD in ihre Grenzen zu weisen und zum Abbruch ihrer Hetz-Veranstaltung zu zwingen, stellte die vor Ort anwesende Vertreterin der Landeshauptstadt Wiesbaden ihr auf Bitten der Polizei eine angrenzende Gaststätte als Schallschutzraum zur Verfügung.

Ohne diese Fehlentscheidung wäre der braune Spuk bereits nach einer knappen halben Stunde vorbei gewesen.Weiterhin wird zu klären sein, weshalb die Stadt den Neo-Nazis zur An- und Abreise Busse zur Verfügung gestellt hat.

Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts bedankt sich bei den Kostheimer Bürgern für die direkte und indirekte Unterstützung gegen die rechtsextremen Brandstifter und ist erfreut darüber, dass so viele Menschen vor Ort politische Verantwortung übernommen haben und den Nazis gezeigt haben, dass sie in Wiesbaden nicht willkommen sind.

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Berichterstattung der Frankfurter Rundschau

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