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++ 259 | 5267 Zeichen | Artikel vom: 13. 04. 2008   Druckversion

Global denken – lokal handeln. NEIN zum Kohlekraftwerk MZ/WI

+++Nächstes Wochenende+++ Demonstration: Samstag 19.4.08 Treffpunkt Wiesbaden: 11.00Uhr MZ Kastel Paulus-Platz Treffpunkt Mainz : 11.30 Uhr Hbf

Wir alle sind aufgefordert den Protest auf die Straße zu tragen:Der KMW weiter Druck machen! Auf zur Demo!

Wir alle sind aufgefordert den Protest auf die Straße zu tragen:Der KMW weiter Druck machen! Auf zur Demo!

Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden beharren zur Zeit noch auf ihren Beschluss ein Kohlekraftwerk zu bauen...
Laut Meinungsumfrage lehnt die große Mehrheit der Bürger /Bevölkerung das Bauvorhaben ab....
Die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung spricht sich in der Mehrheit gegen den Bau aus – übt jedoch keinen entschiedenen Druck auf die KMW aus...
Die Vertreter der Parteien im Aufsichtrat stimmen trotz der Ablehnung nicht gegen das Bauvorhaben....



Mit der Entscheidung für den Bau eines neuen Kohlekraftwerks als künftigen Ersatz für ihr hochmodernes Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) auf der Ingelheimer Aue konterkariert die KMW auf zynischste Art und Weise die Dis­kussion um Klimaschutz und gebotenes schnelles Handeln bei der CO2-Reduktion.

Warum sollen, gemessen am Bedarf der Region, riesige Überkapazitäten geschaffen werden?

Der Beschluss, als Ersatz für ihr 400 Megawatt GuD-Kraftwerk einen 820 MW Kohleblock zu errichten, stellt nicht nur eine Kapazitätsverdopplung dar. Die Entschei­dung für den Brennstoff Kohle statt Gas bedeutet auch, dass sich die CO2-Emis­sionen pro Kilowattstunde Elektrizität verdoppeln werden, was insgesamt also zur Vervierfachung des CO2-Ausstoßes führen wird.

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CO2-Emissionen:

Beim geplanten neuen Kohlekraftwerk sollen pro erzeugter Kilowattstunde Strom (kWh) max. 750 g CO2 ent­stehen. Das zurzeit am Standort Ingelheimer Aue betriebene Gas-GuD-Kraftwerk hat dagegen nur CO2-Emissionen von ca. 350 g CO2/kWh.

Kombiniert man notwendige Wärme­bereitstellung mit dezentraler Strom­gewinnung in Blockheizkraftwerken, so werden für die kWh Elektrizität nur 323 g CO2 emittiert.

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„Jobmaschine“ Kohlekraftwerk?

Auch die von der KMW immer wieder ins Feld geführten Arbeitsplätze erweisen sich bei genauerer Prüfung als Argument gegen ein zentrales Groß-Kraftwerksprojekt: Die Greenpeacestudie „2000 MW – sauber“, die Alternativen zu einem Braunkohle-Kraftwerksneubau untersucht, kommt zu dem Ergebnis, dass ein Alternativkonzept aus Energieeffizienz und erneuerbaren Energien dauerhaft neun mal soviel Arbeitsplätze schafft wie ein zentrales Großkraftwerk.

… Lokal handeln

Wir fordern die klimapolitische Verantwortung der beiden Landeshauptstädte ein!

Obwohl sich die KMW über die jeweiligen Stadtwerke mehrheitlich im Besitz der Städte Mainz und Wiesbaden befindet, gilt deren Votum wenig: In Mainz stimmte das Stadtparlament über längst veraltete Zahlen ab, der Moratoriumsbeschluss der Wiesbadener Stadtverordneten wurde schlicht ignoriert. Wiesbadens ehemaliger Oberbürgermeister Diehl, nebenberuflich Aufsichtsratsvorsitzender der KMW, fühlte sich nicht an das Votum aus dem Rat­haus gebunden und stimmte für den Bau.

 

Wie weitreichend sind die gesundheitlichen Folgen?

Weiterhin ist völlig unklar, was die Installierung einer solch großen Kohle­kraftwerksleistung in einer ökologisch bereits stark belasteten Ballungsregion für Fragen der Luftreinhaltung bedeutet, insbesondere für die Belastung mit Fein­stäuben.

Die Erzeugung von 823 Megawatt Leistung benötigt die Verbrennung von ca. 6000 Tonnen Steinkohle pro Tag. Hierbei werden Schadstoffe freigesetzt die erwiesenermaßen sowohl Umwelt als auch Gesundheit schädigen. Hauptschadstoffe sind Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Arsen, Schwefeldioxid, Chlorverbindungen, Nickel, Blei, Cadmium und Quecksilber, Feinstaub (ca. 480 Tonnen/Jahr) und radioaktive Stoffe. Es ist zu befürchten, dass für die im Umkreis des Kraftwerks lebenden Menschen durch die erhöhte Schadstoffbelastung unkalkulierbare gesundheitliche Risiken entstehen.

 (www.aerzte-initiative-wiesbaden.de)

Wir entziehen der Geschäftspolitik der KMW die Unterstützung!

Die Bewertung der KMW als „unser“ lokaler, von den vier großen Energieversor­gungsunternehmen (EVU) unabhängiger und umweltfreundlicher Versorger, ist mit ihrer Entscheidung hinfällig geworden.

Stromanbieterwechsel jetzt! Die einzige Sprache, die sie verstehen!

Wenn die Geschäftspolitik der KMW für ihre Profite die Notwendigkeiten des Klimaschutzes ignoriert, wechseln wir unseren Stromanbieter. Es gibt inzwi­schen genügend Stromanbieter, deren Geschäftspolitik sich nicht nur an kurz­sichtigen Profitinteressen orientiert.

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Folgende Anbieter können wir guten Gewissens empfehlen:

Elektrizitätswerke Schönau (EWS)

Lichtblick

Greenpeace Energy

Naturstrom AG

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Demonstration: Samstag 19.4.08

Treffpunkt Wiesbaden:         
11.00Uhr MZ Kastel Paulus-Platz
Treffpunkt Mainz 11.30 Uhr Hbf

 

Keine Rückkehr zur Kohleverstromung!

Für den Ausbau erneuerbarer Energien!

Für verstärkte Energieeffizienz und Energieeinsparung!

 

 

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