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Am Waldcamp, dass seit Anfang der Woche durch Zäune abgeriegelt ist, wurden mehrere Meter Zaun von Aktivisten umgeworfen, um zu demonstrieren, dass die jungen Leute aus dem Camp nicht hinter Gitter gehören, die nur Widerstand leisten gegen die brutale Abholzungsarbeiten der Fraport in einem Wald, der immer noch nicht Eigentum der Fraport ist. Nach Beendigung der Demo gingen die Bürger trotz anfänglichem Widerstand der Polizei zu den Rodungsflächen. Dort gab es eine Kundgebung, während der der Polizeieinsatz verstärkt wurde, weil eine Handvoll Demonstranten auf die Holzräumungsmaschinen geklettert war. Immer wieder wurde die Polizei und die Bürger über Megaphon von den Bürgerinitativen zur Besonnenheit aufgerufen. Der Rückweg wurde durch die Polizei versperrt und erst nach Verhandlungen mit der Einsatzleitung freigegeben. Am Waldcamp angekommen, wurde das Betreten erst nach über einer Stunde und langen Verhandlungen gestattet. „Es kam zu 7 Festnahmen, die wir auf das schärfste verurteilen“ so die Sprecherin des Bündnisses der Bürgerinitiativen. Alle waren sich einig: wir kommen wieder. Auch mit Beginn der Bauarbeiten für die neue Landebahn werden die gewaltfreien Auseinandersetzungen weitergehen.
Weitere Informationen zu Demonstration am 24.01.2009: Den beiden Menschen, die auf eine der Baumaschinen geklettert waren, wurde von der Polizei freier Abzug zugesichert, auch wenn ihre politische Forderung nach einer Tafel Schokolade nicht erfüllt wurde. Beide wurden aber später festgenommen und zur ed-Behandlung ins Polizeipräsidium Frankfurt gebracht. Einer der beiden Festgenommen hat uns mitgeteilt:Er hat bis zum 28. 2 .09 Aufenthaltsverbot erhalten. Bei der schriftlichen Verfügung, die ihm überreicht wurde, steht folgende Unverschämtheit drin: "Sachverhalt: Sie besetzten als Teilnehmer einer Demonstration das Dach eines Brückenzuges der Fraport AG. Es besteht daher der Verdacht des Hausfriedenbruchs. Des weiteren standen sie in der Vergangenheit im Verdacht des Landfriedenbruchs (pk heidelberg)" Der letzte Satz läßt tief in unser demokratisches Gemeinwesen blicken. Dazu muß man wissen, daß der Angesprochene noch nie verurteilt worden ist, selbst ein Bußgeld wegen irgend etwas, das sich auf Landfriedensbruch gedanklich hinquälen könnte, liegt nicht vor.
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