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++ 259 | 3797 Zeichen | Artikel vom: 15. 07. 2009   Druckversion

Deutsche Bank – Hauptfinanzier der KMW-Dreckschleuder?

KMW den Geldhahn zudrehen – dem Kohlekraftwerk den Todesstoss versetzen!

Aktuell wird mit der Deutschen Bank ein Finanzie­rungsmodell diskutiert, bei dem ESWE-Versorgung Sicherheiten zu leisten hätte.

Aktuell wird mit der Deutschen Bank ein Finanzie­rungsmodell diskutiert, bei dem ESWE-Versorgung Sicherheiten zu leisten hätte.

In Verhandlungen mit der Deutschen Bank versucht die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) momentan die Finanzierungsprobleme beim geplanten Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue zu lösen. Obwohl diese wegen der Dimension des Projektes „schwierig“ seien, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Bau an der Finanzierung scheitere, nach Einschätzung von Wiesbadens CDU-Oberbürgermeister Helmut Müller „nicht sehr hoch“. Na, das wollen wir doch mal sehen!



Kohle für KMW – Dreck für uns –  Überflutung für den Rest

Aktuell wird mit der Deutschen Bank ein Finanzie­rungsmodell diskutiert, bei dem ESWE-Versorgung Sicherheiten zu leisten hätte. Zu diesen zählt eine Abnahmegarantie der Wiesbadener Stadtwerke von 120 Megawatt Strom aus dem Kohlekraftwerk, außerdem weitere 60 MW Kohlestrom, die bislang für die Darmstädter HSE gedacht waren. HSE hat auf diese Lieferoption verzichtet. Nach Angaben von Müller soll ESWE darüber hinaus eine Bürgschaft sowie eine direkte Einlage an KMW in dreistelliger Millionenhöhe leisten. ESWE ist zu 50 % an KMW beteiligt. Über den Wahnsinn dieser umweltfeindlichen ESWE-Geschäftspolitik wurde genug geschrieben. Deshalb nur zur Erinnerung:

Wechseln Sie jetzt ihren Stromerzeuger!

Infos unter:

www.aku-wiesbaden.de und

www.atomausstieg-selbermachen.de

 Deutsche Bank – Hauptfinanzier der KMW-Dreckschleuder?

Im Internet gibt man sich umweltbewusst: „Deutsche Bank startet weltweit erste Echtzeit Anzeigetafel für Treibhausgase. Der Geschäftsbereich Asset Management der Deutschen Bank hat am 19. Juni 2009 in New York den weltweit ersten wissenschaftlich anerkannten Echtzeit-Zähler von CO2 Emissionen gestartet.“ Der „Carbon Counter“ – eine 21 m hohe Anzeigetafel – zeigt laufend an, wie hoch die weltweite Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist. Laut Deutsche Bank ist dies „Teil einer Initiative, die über den Klimawandel aufklären und auf seine Folgen aufmerksam machen will“. Ein Sprecher: „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist höher als je zuvor in den letzten 800.000 Jahren. Treibhausgase kann man nicht sehen, deshalb vergisst man leicht, dass sie sich schnell ansammeln. Den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen unter Kontrolle zu bringen, ist eine riesige Herausforde­rung. Ich hoffe, die Präsentation dieser Zahl in der Öffentlichkeit veranlasst sowohl Regierungen als auch die Märkte, so schnell wie möglich den Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft einzuschlagen.“ Soweit die Theorie. Sich einerseits ein grünes Image geben zu wollen und andererseits die Finan­zierung eines Kraftwerkes voranzutreiben, das über die nächsten 50 Jahre 4,5 Millionen Tonnen CO2 jährlich in die Luft blasen würde, scheint für die Deutsche Bank kein Widerspruch solange nur der eigene Profit stimmt. Das von der Deutschen Bank finanzierte Kraftwerk wäre für einen CO2-Ausstoß verantwortlich, der vierfach höher wäre als der des jetzigen Gaskraftwerks.

Keine Finanzierung des geplanten Kohlekraft­werks! Beschweren Sie sich bei Ihrem Filialleiter. Kündigen Sie Ihre Konten bei der Deutschen Bank. Keinen Cent für umweltfeindliche Projekte!

Keine Rückkehr zur Kohleverstromung!

Für den Ausbau erneuerbarer Energieformen!

Für verstärkte Energieeffizienz und Energieeinsparung!

 

An der Protestaktion sind beteiligt:

Ärzte-Initiative Wiesbaden, Aktionsgruppe Jugend (AGJ), AKU Wiesbaden, AUF-AKK, DFG-VK, Grüne Jugend, Klimacampgruppe Mainz/Wiesbaden, Linke Liste

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