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Aufruf Das Klimacamp 2009 findet nicht in der ursprünglich geplanten Form statt! Als Alternative werden wir ein Wirkungsvolles, von Dynamik und Interessanten Inhalten geprägtes Wochenende im Kelsterbacher Wald (an der Wahnwache) durchführen. Die Wahnsinns Tage.Nach einer längeren Diskussion in der Orgagruppe, unter Abwägung der politischen Ziele und des finanziellen/organisatorischen Aufwandes sind wir zu dem Schluss gekommen, dass für die Erreichung unserer Ziele diese Alternative die bessere ist.Der Zeitpunkt für eine solche Veranstaltung ist im Hinblick auf die sich zuspitzenden sozialen und ökologischen Konflikte in der Region mit globalen Auswirkungen auf die Menschheit notwendig.Einzelpersonen und Kleingruppen, die sich auf das Klimacamp vorbereitet haben können sich auch weiterhin uneingeschränkt an diesem Wochenende einbringen. Es soll ein Ort für Netzwerke des Querdenkens und Querhandelns sein. Es soll Raum geben für vielfältige Aktionen, für sinnlich erfahrbaren Protest und Widerstand.Kulturelles, Vorträge und Workshops werden an der Wahnwache in Kelsterbach stattfinden. Alles andere ist von der Spontanität und der Selbstorganisation der Teilnehmer abhängig. Seit Beginn der 1980er Jahre sprechen Wissenschaftler vermehrt von einer drohenden Klimaänderung. Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Mensch einen großen Anteil daran hat. Auch ist unbestritten, dass die Qualitäten der Umwelt und die Qualitäten des Sozialen sich wechselseitig bedingen und zumindest mittelfristig verstärkt in Beziehung zueinander stehen. Für immer mehr Menschen wird sichtbar, dass eine Ideologie und Ökonomie von Profit und grenzenlosem Wachstum eine folgenreiche Zerstörung sozialer und ökologischer Lebensräume nach sich bringt. Doch inzwischen ist alles Klimaschonend: Die US-Politik, die deutsche sowieso, Autos, und Flugreisen, überall klebt das Etikett „Klimaschonend“ nun dran. Es wurde erkannt dass sich damit prima werben lässt, und es führt zur totalen Verwässerung. Wie sollen Gruppen noch wahrgenommen werden, die ernsthaft gegen Klimazerstörung kämpfen, wenn das doch eh alle machen. Von daher wird es nicht nur Ziel sein, die Dringlichkeit des Problems bewusst zu machen, denn dieses ist größtenteils schon bewusst, sondern vor allem geht es darum sich abzugrenzen von Marktorientierten und Herrschaftsorientierten Lösungsansätzen, und ein klares Profil und eigene Positionen zu entwickeln. Betrieb und Ausbau von Flughäfen und Müllverbrennungsanlagen wie in Frankfurt, von Atomkraftwerken wie in Biblis oder der geplante Bau des Kohlekraftwerks Staudinger stehen beispielhaft, auch über das Rhein-Main-Gebiet hinaus, für Umweltzerstörung und nachhaltige Schädigung sozialer und ökologischer Lebensqualität.Schlecht bezahlte Jobs mit hohen Gesundheitsbelastungen, wie z.B. am Frankfurter Flughafen und bei den Fluggesellschaften, die durch Geringbesteuerungen nicht nur eine scheinbar billige „grenzenlose“ Jetset Fern-Reiselust ermöglichen, sind nur ein Aspekt.Ein weiterer, sind hoch subventionierte „Just in Time“ Unternehmungen die z.B. profitabel Blumen aus Kolumbien, die nicht zuletzt von schlecht entlohnten Arbeiterinnen unter miserablen Arbeitsbedingungen und durch reichlich „Pflanzenschutzgift“, in so manchen Wohnzimmern eine heile Welt erblühen lassen. Als tagtägliche Zugabe gibt es oben drauf Lärm und Abgasdreck – mal hochkonzentriert oder aber fast unsichtbar und für Viele erstmal kaum wahrzunehmen. Der derzeitige beschleunigte Klimawandel ist auch Folge eines zerstörerischen Ausbeutungsverhältnisses Mensch – Natur. Dies bedeutet in vielen Teilen der Welt die Vernichtung ökologischen Lebensraums wie z.B. die großflächigen Abholzungen des Regenwaldes, die für klimatische Instabilitäten und Verwüstungen überall auf der Welt sorgen. Die Lebensbedingungen für Viele werden immer unerträglicher – Armut, Hunger, Krieg und soziale Verelendung verstärken sich oder sind direkt oder indirekt die Folge. Oftmals gibt es für die davon betroffenen Menschen nur die Flucht als letzten Ausweg.Dieser Zusammenhang, wie auch die Wahl des Ortes für das diesjährige Klimacamp, bedingen, die Aufmerksamkeit auch auf die inneren Grenzen des nationalen und europäischen Grenzregimes zu richten. An Deutschlands Abschiebeflughafen Nr.1, dem Frankfurter Flughafen mit dem exterritorialen Internierungslager und dem Flughafenverfahren zeigt sich das ungeschminkte Gesicht eines Abschiebe- und Grenzsystems „Festung Europa“ das z.B. bei uns Flüchtlinge abgeschottet wegsperrt und an anderer Stelle dem Ertrinken preisgibt. Wir wollen mit den Wahnsinnstagen, zum kreativen Nachdenken und Entwickeln möglicher Alternativen einladen. Es soll ein Ort für Netzwerke des Querdenkens und Querhandelns sein. Es soll Raum geben für vielfältige Aktionen und sinnlich erfahrbaren Protest und Widerstand.Wir leben von der Beteiligung unterschiedlicher Menschen und Gruppen die den Zusammenhang „Klimakatastrophe“ und sozial-ökologische Folgen im Blick haben. Inhaltliche Beiträge von Einzelpersonen und Gruppen in Form von Workshops, Diskussions- und Informationsveranstaltungen sind willkommen – klinkt euch ein, macht mit. Also kommt zu den Wahnsinns Tagen vom 21. -23 August.Für Vorbereitungen könnt ihr gerne früher nach Kelsterbach kommen, gute Laune und Schlafplätze sind sicher !Und dann stell dir vor, du bekommst deinen Arsch hoch und lässt all das Wirklichkeit werden. Und du bist mehr als nur Konsument, du bist Akteur! Gegen Umweltzerstörung Für soziale und ökologische Perspektiven ____________________________________________ Programmpunkte:
Workshops:
Vorträge:
Live-Bands und sing`n Songwriter am Samstag
Eventuell Schlafplätze an der Mahnwache im Kelsterbacher Wald Unkostenbeitrag für Volxküche auf Solidaritätsbasis
Wegbeschreibung und weitere Informationen auf: www.Klimacamp2009.blogsport.de
Anfahrt / Ort Basis wird die „Mahnwache“ im Restwald Kelsterbach sein.Einfach mal in z.B. Google die folgenden Koordinaten eingeben:50.046318,8.505085 Zu Fuß/Bahn: Vom Bahnsteig die Treppe (es gibt nur eine) runter, dann links. Am Ende der Unterführung die erste Treppe auf der linken Seite hochgehen. Jetzt wieder nach links (links ist gut…). Man läuft jetzt an einem Kiosk/Restaurant vorbei, dann eine Bushaltestelle. Jetzt ist es leider ein ganzes Stück die Strasse runter; ca. 2km bis Ortsausgang Richtung Raunheim.An der B43 parallel zum Main zwischen Kelsterbach und Raunheim am Ortsausgang von Kelsterbach gibt es eine Ampelkreuzung (Die MIT der Ampel!) an der es von Kelsterbach aus gesehen links unter einer Eisenbahnbrücke hindurch geht. Unter dieser Brücke hindurch und dann nach rechts beim Wanderparkplatz (ca. 100m nach der Brücke)in den Wald gehen. Nach etwa 200m kommt auf der rechten Seite die Mahnwache; direkt vor einem Hügel. Mit dem Auto: Im Navi „Okrifteler Str. , 65451 Kelsterbach“ eingeben.Vom Mönchhof-Dreieck Von der A3 (von Ost oder West) Abfahrt „Raunheim/Kelsterbach“, Dann Richtung Kelsterbach. Von der A67 (von Nord) Abfahrt „Raunheim/Kelsterbach“, Dann Richtung Kelsterbach. Von der A67 (von Süd) zunächst auf die A3 Richtung Wiesbaden/Köln, dann Abfahrt „Raunheim/Kelsterbach“, Dann Richtung Kelsterbach…Dann auf der B43 lang Richtung Kelsterbach. Auf der linken Seite kommt in einer Kurve ein einzelnes Haus; gegenüber ist ein großes Steinkreuz (hier gabs schon viele Verkehrstote). Nach der Kurve kommt eine Ampelkreuzung an der es vom Mönchhofdreieck aus gesehen rechts unter einer Eisenbahnbrücke hindurch geht. Unter dieser Brücke hindurch und dann nach rechts beim Wanderparkplatz (ca. 100m nach der Brücke) parken.
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