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Die Auswirkungen dieser Projekte betreffen stets die gesamte Region. Bereits heute ist die Gesamtbelastung in der Region viel zu hoch! Alle Aus- und Neubauten der Infrastruktur – Verkehr, Energie, Ver- und Entsorgung – werden jedoch nie unter diesem Aspekt untersucht. Stattdessen wird scheibchenweise ein Projekt nach dem anderen in die Wege geleitet und genehmigt. Wir fordern eine Gesamtbelastungsstudie ! Die Gesamtbelastungsstudie muss den Ist- Zustand auf der Basis zeitnaher, aktueller Werte aufzeigen. Folgende Grundparameter müssen auf jeden Fall enthalten sein: · Emissionen von Schadstoffen · radioaktive Strahlungen von Kernkraftwerken · Schadstoffe in Trink- und Grundwasser · Lärmwerte · Elektro-Smog · Feinstaub · Ressourcenverbrauch · Versiegelung und Zersiedelung von Landschaften · Artenvielfalt Weitere und neue Parameter müssen ebenfalls betrachtet werden, wenn Anhaltspunkte für deren schädigende Wirkung anzunehmen sind. Bei der Erfassung des Ist-Zustands muss sowohl die Kumulation der einzelnen Grundwerte aufgezeigt werden als auch ihre gegenseitigen Wechselwirkungen. Einzubeziehen sind auch Umwelt- und Gesundheitserwägungen, wie: · Auswirkung von Immissionen auf Menschen, Tiere und Pflanzen · Gesundheitsbeeinträchtigung · Verlust oder Beeinträchtigung von Naherholungsgebieten · Verlust oder Beeinträchtigung von Trinkwassergewinnungsgebieten · Auswirkungen auf das regionale und globale Klima · Verminderung der Lebensqualität · Verlust von Ökosystemen Die Gesamtbelastungsstudie muss Basis für alle weiteren Projekte im Rhein-Main-Gebiet sein. Für bereits im Bau befindliche Projekte fordern wir bis zur Vorlage der Studie ein Moratorium. Da in der Vergangenheit Einzelprojekte stets isoliert betrachtet wurden, überschritten ihre Auswirkungen offiziell keine Grenzwerte. Addiert man aber die einzelnen Maßnahmen in ihren Auswirkungen, so ergibt sich klar, dass der Rhein-Main-Ballungsraum schon längst die Grenzen des Wachstums überschritten hat. Die Studie muss von einem interdisziplinären Team unabhängiger Experten nach neuesten umweltrelevanten medizinischen und klimatischen Erkenntnissen der Forschung erstellt werden. Bei Genehmigungen für bestehende und künftige Projekte müssen gesundheitliche Aspekte Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen der Betreiber haben. Kurzfristiger ökonomischer Nutzen, der nicht im Einklang mit der Natur und im Widerspruch zur Gesundheit der Menschen, steht, ist abzulehnen. Auch eine Kosten-Nutzen-Analyse muss erstellt werden, die unter sozialen und volkswirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden muss, da für die Klima- und Gesundheitsfolgekosten die Allgemeinheit aufkommt und nicht die Verursacher selbst haften müssen. www.umwelt-klima-rheinmain.net Wir sind ein Zusammenschluss von Initiativen und Organisationen, die sich gegen zunehmende Belastungen für Umwelt und Klima im Rhein-Main-Gebiet zur Wehr setzen, wie durch · den Ausbau des Flughafens Rhein-Main · Neu- und Ausbau von Kohlekraftwerken · weiteren Autobahnbau Wir engagieren uns auch für die Reduzierung der bereits vorhandenen Gesamtbelastungen, wie · Luft-Schadstoffbelastungen oberhalb zulässiger EU-Grenzwerte · Umweltbelastung durch Schadstoff- ”Cocktails” · Und gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerkes Biblis Das Netzwerk Umwelt und Klima Rhein-Main wird getragen von: · Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) Frankfurt · Arbeitskreis Umwelt (AKU) Wiesbaden · attac Frankfurt / Wiesbaden / Mainz · Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) Kein Flughafenausbau · Bürgerinitiative Stopp Staudinger · BUND Landesverband Hessen e.V. · Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V. · Greenpeace Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden/Mainz · Solarmobil Rhein-Main e.V. · VCD Landesverband Hessen e.V.
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