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++ 361 | 7423 Zeichen | Artikel vom: 19. 11. 2009   Druckversion

Veranstaltungen zur UN-Klimakonferenz und Perspektiven linker Politik

Für ein ganz anderes Klima – vom Rhein-Main-Gebiet nach Kopenhagen!

In unseren Veranstaltungen soll es um die Ursachen des Klimawandels gehen und um die Frage, ob und wie sich die Kritik an der herrschenden Klimapolitik mit einer Kritik an der kapitalistischen Produktions- und Konsumtionsweise verbinden ließe. In diesem Zusammenhang wollen wir auch diskutieren, wie linke Klimapolitik lokal eingreifen kann. Worum müsste es einer Klimabewegung gehen?

In unseren Veranstaltungen soll es um die Ursachen des Klimawandels gehen und um die Frage, ob und wie sich die Kritik an der herrschenden Klimapolitik mit einer Kritik an der kapitalistischen Produktions- und Konsumtionsweise verbinden ließe. In diesem Zusammenhang wollen wir auch diskutieren, wie linke Klimapolitik lokal eingreifen kann. Worum müsste es einer Klimabewegung gehen?

Im Dezember wird auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen über die Nachfolge von Kyoto verhandelt, also über die zukünftige Regulierung der Treibhausgas-Emissionen. Dabei wird im Kern um die globale Wirtschaftsordnung und die Verteilung der verbleibenden Ressourcen verhandelt. Zu erwarten ist, dass sich Macht, Märkte und technologische ‚Lösungen‘ gegen wirksamen Klimaschutz und echte „Klimagerechtigkeit“ durchsetzen. „Klimawandel“ ist nicht nur ein Ökothema, sondern rüttelt an den Grundfesten der globalen Gesellschaftsordnung.



Nicht allein, weil die verheerenden Folgen der globalen Erwärmung die Lebensgrundlage vieler, vor allem armer Menschen im globalen Süden bedroht bzw. vernichtet. Sondern auch, weil die grundsätzliche Abhängigkeit des Kapitalismus von billiger (fossiler) Energie sowie dessen permanenter Wachstumszwang im Widerspruch zu der Klimaschutzpolitik steht, die von diesem Gipfel versprochen wird.
Der Klimawandel sowie seine aktuelle Bearbeitung durch Kyotoprotokoll und Emissionshandel hat ganz klare antisoziale, rassistische und neokoloniale Dimensionen. Deshalb halten wir den Kopenhagen – Prozess für ein wichtiges Interventionsfeld linker Bewegungen.

In unseren Veranstaltungen soll es um die Ursachen des Klimawandels gehen und um die Frage, ob und wie sich die Kritik an der herrschenden Klimapolitik mit einer Kritik an der kapitalistischen Produktions- und Konsumtionsweise verbinden ließe. In diesem Zusammenhang wollen wir auch diskutieren, wie linke Klimapolitik lokal eingreifen kann. Worum müsste es einer Klimabewegung gehen?

Fr., 20.11., Hanau, Metzgerstraße 8, 19.00 Uhr
 "Movie & a Dinner". Themenabend im November

 → Never trust a Cop:

"Wake up, Freak out and then get a Grip" - Kurzer Animationsfilm von
Cine Rebelde/Freiburg
"HOME" - Beeindruckende Doku des französischen Fotografen und
Journalisten Yann Arthus-Bertrand.
 "Banlieu 13" - Die Hölle vor Paris" - Abgedrehter Film von Luc Besson
mit Tarantino ähnlichen Humor- und Gewaltszenen sowie unzähligen
"Parcour"-Stunts. Ausgangspunkt des nicht ganz ernst zu nehmenden Plots
ist ein Katastrophen-Szenario indem die herrschenden Kräfte die sozialen Widersprüche lösen indem sie die untersten Schichten einzäunen.

Plakatausstellung, Frankfurt, Faites votre jeu!, Klapperfeldstraße 8: vom Montag, den 23.11. bis Freitag den 4.12.2009, werden im Rahmen der Vorbereitung der Proteste zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen (7. bis 18. Dezember 2009) 8 Plakate des Berliner Anti Atom Plenums (AAP) gezeigt. Die Plakatreihe beschäftigt sich mit dem Klimawandel aus linker Perspektive und dem Zusammenhang mit Flucht, Krieg, Kapitalismus, Landwirtschaft und vielem mehr.

Mi., 25.11. Hanau, Metzgerstraße 8, 19.30 Uhr
 Veranstaltung mit Olaf Bernau (NoLager-Bremen, Netzwerk Globale
Landwirtschaft, Trans-Act): Climate Change and Social Change
In der Mobilisierung zum Klimagipfel nach Kopenhagen eröffnen sich aus
einer ökologischen und antikapitalistischen Perspektive viele konkrete
und grundsätzliche Fragestellungen. Beispielsweise rufen autonome und
antikapitalistische Gruppen dazu auf, den Gipfel zu stören und lahm zu
legen, während andere Initiativen einwerfen, dass es angesichts der
vielbeschworenen Klimakatastrophe unverantwortlich sei ein Treffen zu
behindern, das immerhin den Anspruch hat etwas zu ändern.
Grundsätzlicher stellt sich offensichtlich die Frage, ob die
Notwendigkeit dringender ökologischer Interventionen unseren sozialen
und politischen Forderungen entgegensteht. Wie sieht denn angesichts des
Klimawandels „das schöne Leben“ aus das wir global fordern?
Wir wollen vor diesen und weitergehenden Fragen weder zurückschrecken
noch glauben wir, dass es darauf schnelle und einfache Antworten geben
kann. Daher haben wir genügend Feuerholz im Ofen bereitgelegt, um mit
euch bei Bionade und ökologischen Wein über den Fragekomplex zu
diskutieren. Für den Einstieg in die Diskussion haben wir Olaf Bernau,
den wir als Schreiber und Diskutanten sehr schätzen, gebeten uns einen
anregenden Input zu geben.

Als kleiner Input sei euch die erste Nr. unserer Zeitung Trans-Act
empfohlen, die ihr hier
http://transact.noblogs.org/gallery/5549/transact01_screen.pdf  herunterladen könnt.

glocal group hanau

 

 

Donnerstag, 26.11.2009, Frankfurt, Faites votre jeu!, Klapperfeldstraße 8, 19:30 Uhr: Umsonstfahren für's Klima?!Veranstaltung mit Olaf Bernau (NoLager-Bremen, Netzwerk Globale
Landwirtschaft, Trans-Act) + VertreterInnen der Organisierten Autonomie Nürnberg und ZAK Tübingen (angefragt)

In Bremen, Hamburg, Berlin und in anderen Städten fanden in diesem Jahr „Umsonstfahrtage“ statt, die die Forderung nach dem Recht auf Mobilität für alle mit "Klimaschutz" in Verbindung gebracht haben. Olaf Bernau vom Bremer Klimaplenum diskutiert mit uns die Verknüpfung von linker Klimapolitik und sozialen Rechten anhand der lokalen Praxis des „Umsonstfahrtags“ - vor dem Hintergrund der im Dezember in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz.

Montag, 30.11.2009, Frankfurt, Café Exzess, Leipziger Straße 91, 20.00 Uhr:Info+Mobilisierungsveranstaltung "Für ein ganz anderes Klima — Auf nach Kopenhagen!"- Infos zur Aktionswoche zum UN-Klimagipfel Mitte Dezember 2009

Montag, den 11.01.2009, Frankfurt, Faites votre jeu!, Klapperfeldstraße 8, 19.00 Uhr: Gemeinsame Auswertung und Diskussion der Proteste in Kopenhagen und der Ergebnisse des UN-Klimagipfels. Welche Ergebnisse wurde in Kopenhagen erzielt? Was resultiert für eine linke Klimpolitik daraus? Was ist auf der Straße in Kopenhagen gelaufen? Wir wollen eine gemeinsame Auswertung der Ereignisse in Kopenhagen und zugleich einen Blick in die Zukunft wagen. Welche Möglichkeiten gibt es, hier vor Ort die Kritik an der herrschenden Klimapolitik mit der Kritik an der kapitalistischen Produktions- und Konsumtionsweise zu verbinden?

VeranstalterInnen:

Klimaplenum RheinMain, AKU Wiesbaden, glocal group hanau

Infos im Internet:

 http://klima.blogsport.de

www.climate-justice-action.org

www.linksnavigator.de (regionale Infos)

Links zu den Veranstaltungsorten:

www.metzgerstrasse-hanau.org

http://faitesvotrejeu.blogsport.de/

http://www.exzess.de.nr/

 

 

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