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++ 33 | 8520 Zeichen | Artikel vom: 16. 10. 2005   Druckversion

Nixtun war gestern:

ausgestrahlt : Atomkraftwerke stillegen! Umsteigen - auf erneuerbare Energien!


Anfang November soll ein Atommüllzug mit 12 CASTOREN von der Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben rollen. Er wird voraussichtlich am Wochenende 6/7. November die deutsch - französische Grenze bei Lauterbourg/Wörth überqueren, und dann über Karlsruhe in den Norden weiterfahren.
Setzen wir ein Zeichen – nixtun war gestern!
Demonstration | 29.10.05 | 13.00 Uhr | Karlsruhe, Marktplatz



Atomausstieg – wo bist du?

Aufgrund des von der seitherigen rot/grünen Bundesregierung mit den Energiekonzernen vereinbarten sogenannten „Atomausstiegs“ wurden bisher nur zwei alte Kleinatomkraftwerke abgeschaltet. Alle 17 weiteren AKWs produzieren täglich weiteren Atommüll. Dies ist auch im sogenannten Atomausstieg festgelegt: Für kein AKW gibt es ein Abschaltdatum, wann wirklich Schluß sein soll. Mit den sogenannten Reststrommengen wurde festgelegt, dass die bisherige Atomstrommenge noch einmal verdoppelt werden darf. Im Klartext: Auch die bisherige Atommüllmenge kann noch einmal verdoppelt werden.

ausgestrahlt

Atomkraftwerke stilllegen!
Klimafreundlicher Atomstrom?

In der aktuellen Diskussion um die zukünftige Energieversorgung geistert immer noch das Märchen von der CO² freien Atomstromproduktion durch die Lande. Ein AKW pustet tatsächlich im Vergleich zu einem Kohle- oder Ölkraftwerk fast kein CO² in die Luft. Was aber von den Atomlobbyisten bewußt verschwiegen wird, ist der gesamte atomare Kreislauf: Uranabbau und Uranaufbereitung, Brennstabproduktion für die AKWs, riesiger Apparat zum rund um die Uhr betreiben der AKWs, schwach- mittel und hochradioaktiver Abfall wird jährlich in tausenden von Transporten durch die Gegend gekarrt, einige Jahrzehnte Betrieb der AKWs – dann jahrzehntelanger gefährlicher Abriß. So kommen unabhängige Gutachter zu der Erkenntniss, dass für eine Kilowattstunde Atomstrom bis zu 150 Gramm CO² veranschlagt werden muß.

Atommüll wohin?                                           

Welcher Industriebetrieb darf hochgiftige Abfälle produzieren, die für zehntausende von Jahren eine tödliche Gefahr darstellen? Keiner außer den Atomkraftwerken. Seit über 25 Jahren wird jeden Tag Atommüll produziert, ohne dass geklärt ist, wohin damit. Die bisherige „Entsorgung“ bestand aus Transporten in die Plutoniumfabriken Sellafield/England und La Hague/Frankreich. So hat es allein in La Hague 5200 Tonnen hochradioaktiven Abfalls, der aus deutschen Atomkraftwerken angeliefert wurde. In einem komplizierten Verfahren wird dort das Plutonium vom Uran getrennt. Dieses Verfahren wurde zu keinem anderen Zweck entwickelt, als Material für Atombomben zu erzeugen. Dabei werden radioaktive Gase in die Umwelt freigesetzt und radioaktive Partikel ins Meer weitergeleitet. Die Atommüllmenge wird in den Plutoniumfabriken um das 12 – 15 fache erhöht. Die Frage „Wohin mit dem Atommüll?“ bleibt weiter ungelöst. In Ahaus und Gorleben soll der hochradioaktive Atommüll, der aus La Hague und Sellafield zurückkommt, in sogenannten zentralen Zwischenlagern für 40-60 Jahre „zwischengelagert“ werden. Dasselbe geschieht jetzt in den sog. Standortzwischenlagern der Atomkraftwerke – die Frage „Atommüll wohin?“ ist weiter ungelöst.

Atommüll stoppen – AKWs sofort stilllegen!

Anfang November soll ein Atommüllzug mit 12 CASTOREN von der Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben rollen. Er wird voraussichtlich am Wochenende 6/7. November die deutsch - französische Grenze bei Lauterbourg/Wörth überqueren, und dann über Karlsruhe in den Norden weiterfahren.

Setzen wir ein Zeichen – nixtun war gestern!

UnterstützerInnen der Demonstration:

  • IPPNW Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.
  • BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland , Ortsverband Karlsruhe und
    Regionalverband Mittlerer-Oberrhein
  • Friedensbündnis Karlsruhe
  • Stop-Endlager-Bure-Gruppe-Trier  
  • REM Erneuerbare Energien Mittelbaden e.V. Umsteigen - auf e

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