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++ 33 | 7157 Zeichen | Artikel vom: 28. 10. 2005   Druckversion

Castor-Termin scheint jetzt festzustehen

CASTOR-Transport um 2 Wochen verschoben

Nach sieben Jahren Rot-Gruen ist es jetzt Zeit fuer jeden und jede AtomkraftgegnerIn, deutlich zu machen, dass der Druck der Strasse, der Druck an der Schiene unumgaenglich ist, um einen wirklichen Ausstieg aus der Atomindustrie durchzusetzen.
Vamos!

Nach sieben Jahren Rot-Gruen ist es jetzt Zeit fuer jeden und jede AtomkraftgegnerIn, deutlich zu machen, dass der Druck der Strasse, der Druck an der Schiene unumgaenglich ist, um einen wirklichen Ausstieg aus der Atomindustrie durchzusetzen. Vamos!

Nach Informationen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) sind die ursprünglich für den 5. November anvisierten Castortransporte um zwei Wochen verlegt worden. Voraussichtlich am Wochenende des Totensonntag (19./20.11.) soll nun die hochradioaktive Fracht per Bahn aus dem französischen Verladebahnhof in Valogne rollen.



Castor-Termin scheint jetzt festzustehen

Lange Zeit gab es unterschiedliche Einschätzungen, wann dennnun wirktlich mit dem CASTOR-Transport aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben zu rechnen ist. Mittlerweile scheint klar zu sein: Nach Polizeiplanungsoll der CASTOR am Totensonntag rollen. Nach Informationender Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) sinddie ursprünglich für den 5. November anvisiertenCastortransporte um zwei Wochen verlegt worden. Voraussichtlich am Wochenende des Totensonntag (19./20.11.)soll nun die hochradioaktive Fracht per Bahn aus demfranzösischen Verladebahnhof in Valogne rollen.Anscheinend, so die Einschätzung der BI, hat sich diePolizeiführung mit der Terminänderung den Affront ersparenwollen, ausgerechnet am 7. November, dem Todestag vonSebastien Briat, den Transport in Deutschland mitten durchTrauerkundgebungen und Mahnwachen an der Bahnstrecke zuschicken. Sebastien Briat erlag beim letztjährigenCastortransport nach Gorleben seinen schweren Verletzungen,als er in Frankreich bei einer Protestaktion vom Fahrtwinddes mit 98 km/h rasenden Atomzuges angesogen und überrolltwurde. Die Ermittlungen der französischen Staatsanwaltschaftgegen die Bahnbetreiberin SNCF dauern an. Für den 7. Novemberwerden bundesweit an vielen Bahnhöfen für 18 UhrTrauerkundgebungen vorbereitet.In einer Presseerklärung wirft die BI den Verantwortlichen inder Industrie "reines Finanzinteresse" und der Politik "planloses Versagen" vor. "Der inzwischen neunte umstrittenehochradioaktive Atommülltransport nach Gorleben soll wiedermit einem fünfstelligen Polizeiaufgebot, gegen den Willen derBevölkerung durchgeboxt werden, obwohl seit Anfang derAchtziger Jahre bekannt ist, dass das geplante Endlager inGorleben radioaktive Stoffe nicht vor dem Eintritt in dieBiosphäre abhalten kann", so erklärt ein BI- Sprecher. Mitweiteren Transporten in die oberirdische Zwischenlagerhallewerde der Standort als entgültiges Atommüllklo immerwahrscheinlicher gemacht."Die Stimmung bei den Atomkraftgegnern ist zusätzlich dadurch aufgeheizt, dass das Bundesumweltministerium kürzlich ineinem Brief an den Ausschuss Atomanlagen des LandkreisesLüchow Dannenberg bestätigte, dass das Deckgebirge über demGorlebener Salzstock keine Funktion einer Schutzbarriere erfüllt", fasst die BI zusammen. Sie rechnet an denTransporttagen mit erneuten Demonstrationsverbotszonen von 70km Länge und bis zu 1000 m Breite zwischen Lüneburg undGorleben. Eine Beschwerde dagegen ist von der BI beim Bundesverfassungsgerichteingereicht.Unabhängig vom verschobenen Transporttermin wird es am Sonnabend, den 5. November in Lüneburg eine bundesweite Anti-Atom-Demonstration geben. Den Aufruf dazu haben mittlerweilemehr als 30 Bürgerinitiativen und Umweltverbände unterzeichnet ( http://erneuerbare-statt-atom.de/demo/home).Für das CASTOR-Transportwochenende sind zusätzlich weitere Demonstrationen und Aktionen verschiedenster Widerstandsgruppen zu erwarten. Im Wendland wird eine Zeichensetzende Auftaktdemonstration vorbereitet. Auch am Montag,wenn der Zug nach Plan Dannenberg erreichen soll, und in derNacht zu Dienstag, in der erfahrungsgemäß der Straßentransport ins Zwischenlager Gorleben durchgeprügelt werden soll, werden sich die Menschen aus dem Landkreis und ihre angereisten Freunde aus der gesamten Bundesrepublik erneut querstellen und widersetzen."Jeder Mensch müßte sich doch angesichts des menschenverachtenden und im wahrsten Sinne des Begriffes für uns und unsere nachfolgenden Generationen "unbezahlbaren"Atomwahnsinns an die Schiene und auf die Straße begeben,sowohl im Wendland als auch überalls sonst in Deutschland",so die Meinung von Menschen aus dem Atomkreis Lüchow-Dannenberg. In der Atomklo-Region sind alle Atomkraftgegnerwillkommen. Wie jedes Jahr wird für ihre Unterkunft undVerpflegung gesorgt sein. Scheunen und " wohl auch dieses Jahr wieder Kirchen " werden für Obdach zur Verfügung stehen.Volxküche und andere Verpflegungsgruppen stecken bereitsmitten in ihren Vorbereitungen."Nach sieben Jahren Rot-Grün ist es jetzt Zeit für jedenAtomkraftgegner, mit uns deutlich zu machen, daß der Druck der Straße, der Druck an der Schiene unumgänglich ist, um einen wirklichen Ausstieg aus der Atomindustrie durchzusetzen. Auch wenn wir immer wieder als unrealistisch und weltfremd bezeichnet werden, ist die Parole nach wie vor richtig: "Ausstieg aus der Atomtechnologie " weltweit undsofort!"," so die Einschätzung aus dem Wendland.

 

 

TELEFONNUMMERN:

Info-Hotline (BI Lüchow-Dannenberg): 01805 / 25 27 69 (12 cent/Min)


Ermittlungsausschuss Wendland (Bei Festnahmen) Tel.:0 58 41-97 94 30


Infotelefon südwest: 0175 - 711 28 94

 

Quelle: de.indymedia.org

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